Morak: Zensur am Ballhausplatz?

ÖVP-Mediensprecher zum Interview mit Samo Kobenter: Weisungsgebunden und pressefrei? Die neue Linie der Wiener Zeitung?

Wien (ÖVP-PK) - "Wenn ein Beamter des Bundeskanzleramtes die geistige Linie der Wiener Zeitung vorgibt, so ist das ein Rückfall in Zeiten der Zensur und in ein System à la Metternich. Offenbar wird die Metternichbehörde, von der Josef Cap so leidenschaftlich im Zusammenhang mit der Schaffung der KommAustria gesprochen hat, nun von Bundeskanzler Gusenbauer realisiert. Ein trauriges Zeichen für eine Partei, die immer vorgegeben hat, für Meinungs- und Medienfreiheit einzutreten." Das erklärte ÖVP-Mediensprecher Abg. Franz Morak in Reaktion auf das heute, Mittwoch, in der Zeitung "Falter" erschienene Interview mit Dr. Samo Kobenter, der seit 1. Juli die Funktion des Herausgebers der Wiener Zeitung inne hat. ****

Dem Interview ist auch zu entnehmen, dass Samo Kobenter Kommentare veröffentlichen möchte. "In welcher Funktion? Als weisungsgebundener Sektionsleiter? Als weisungsgebundener Herausgeber? Als weisungsgebundener Journalist?", fragt Morak. "Das ist nicht nur das Tüpfelchen am "i" dieser "neuen" geistigen Line. Das ist mehr als die Quadratur des Kreises. Das ist ein grober Verstoß gegen die Prinzipien der Pressefreiheit. Ein Beamter, der die "neue" Blattlinie der Wiener Zeitung vorgibt. Metternich schau oba", so Morak abschließend.
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