Neuaufteilung des Bundestheaterbudgets steht fest

Fahrplan für Reform der Museen

Wien (OTS) - Die Neuaufteilung der um fünf Millionen Euro erhöhten Basisabgel-tung für die Bundestheater steht fest. Das bestätigt Kunstministerin Claudia Schmied in einem Interview für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe.

Die Verteilung sieht folgendermaßen aus:
Die Gesamtsumme beträgt jetzt 138.645.000 Euro.

- Die Holding bekommt keine zusätzlichen Mittel, behält ihre 4.909.340 Euro und fällt damit gegenüber 2006/07 von 3,67 auf 3,54 Prozent des Gesamtbudgets zurück.

- Die Staatsoper bekommt 727.000 Euro mehr und hat jetzt 52.211.787 Euro. Ihr Anteil sinkt von 38,52 auf 37, 66 Prozent.

- Das Burgtheater bekommt 2.168.000 Euro dazu, hält bei 45.898.303 Euro - eine Erhöhung von 32,72 auf 33,10 Prozent.

- Die bedürftige Volksoper wird um 2.105.000 erhöht, hat künftig 35.625.570 Euro, immerhin 25,70 statt 25,08 Prozent.

Schmied zu NEWS: "Die Einigung ist ein Erfolg des Holding-Chefs Springer. Mit dieser Aufteilung, so wurde mir von der Holding versi-chert, können die einzelnen Häuser in der Saison 2007/08 gut planen. Klar ist aber, dass ich aus dem Doppelbudget 2009/10 wesentlich mehr Geld brauchen werde."

Zu Staatsoperndirektor Holenders Wunsch nach einem Sonderbudget, um den Verbleib der Philharmoniker am Haus sicherzustellen, äußert sich Schmied ablehnend: "Die Philharmoniker sind das Kernelement der Staatsoper. Sie dort zu halten, gegebenenfalls auch mit neuen Ver-einbarungen, ist aber die Aufgabe der Direktion."

Schmied gibt im NEWS-Interview auch den Fahrplan für die Neuord-nung der Bundesmuseen bekannt. Zum derzeit ungebahnten Konkur-renzkampf der Häuser sagt sie: "Martialische Zustände schätze ich prinzipiell nicht."

Bis Ende August werden die Budgets (inklusive der zusätzlichen sechs Millionen) verteilt sein, während sich die Ministerin mit ihrem Team über die programmatischen Fragen kundig macht. Im Herbst beginnt eine breite Debatte, zu der auch internationale Experten he-rangezogen werden. Ihr Ziel: Ein Konzept über die Positionierung der Museen für die nächsten drei Jahre. Das soll bis Jahresende erstellt sein und sich auch auf die Finanzierung auswirken.

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