Perspektiven für die neue Aufstiegsgesellschaft - Die Arbeit hoch? Nein, Kopf hoch!

Ziel der Impulsgruppe „Arbeit“: Der Vielfalt in der Arbeitswelt Gehör verschaffen und Sorge tragen

Wien, 4. Juli 2007 (ÖVP-PD) „Perspektiven für die neue Aufstiegsgesellschaft - Die Arbeit hoch? Nein, Kopf hoch!“ war das Thema der gestrigen Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Beatrix Karl, Professorin für Arbeitsrecht, Abgeordnete zum Nationalrat und Leiterin der Impulsgruppe „Arbeit“ in der Perspektivengruppe 2010. Gemeinsam mit Mag. Doris Palz, Geschäftsführerin der „work life balance" Consulting Agentur und auch Mitglied der Expertengruppe „Arbeit“ sowie dem Luxemburger Arbeits- und Bildungsminister François Biltgen diskutierte sie in der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien über unterschiedlichen Zugänge zum Thema Arbeit. Schwerpunkt der Diskussionsrunde war die soziale Gerechtigkeit, die neue Zugänge zu Bildung und Arbeit erfordert. ****

Die Impulsgruppe „Arbeit“ hat sich in den vergangenen Wochen mit dem Wandel der Arbeitswelt und all seinen Facetten beschäftigt. „Wir haben uns diesen Herausforderungen gestellt. Wir wollen auf diese Entwicklungen reagieren und Lösungen anbieten“, so die Leiterin der Impulsgruppe „Arbeit“, Beatrix Karl. Ein ganz wichtiger Bereich war die Verbindung von Arbeit und Bildung, was auch den Titel der Veranstaltung erklärt, da „heutzutage immer mehr Menschen mit Kopfarbeit beschäftigt sind. Und vieles nur mehr über ständige Weiterbildung geht“, betonte Karl.

Aus diesem Grund wurde auch der Luxemburger Minister Biltgen
zur Diskussionsrunde eingeladen, der die beiden Bereiche Arbeit und Bildung vereint: „Es gibt sehr viele Zukunftsängste bei den Menschen, besonders im Zusammenhang mit dem Schlagwort ‚Globalisierung’. Der stetige Wandel in der Arbeitswelt beschäftigt die Menschen. Daher ist es besonders wichtig, dass die soziale Solidarität gegeben ist“, betonte Biltgen in diesem Zusammenhang. Mit Blick auf die soziale Sicherung, auf Löhne, Mitbestimmung und Mitarbeiterbeteiligung, ist die Arbeitswelt eine grundlegend andere geworden und die „Flexibilität der Politik, die darauf Rücksicht nimmt, darf nicht vergessen werden“, so Biltgen.

Aber auch von Seiten der Arbeitnehmer/innen muss diese Flexibilität in Form von Weiterbildung gegeben und gefordert sein. Eine weitere wichtige Wertvorstellung ist für ihn der Vorrang der Arbeit vor der Beschäftigung. „Beschäftigung ist eine wirtschaftliche Größe und wir brauchen mehr Beschäftigung und Wachstum. Arbeit ist mehr, Arbeit ist eine menschliche Größe. Arbeit bedeutet, dass man müde wird und man sollte danach auch gut schlafen können, ohne sich Sorgen machen zu müssen“, sagte Biltgen.

Tenor des Abends war, dass die Arbeit nicht ausgeht, sie verändert sich nur. Weitere Themen der Impulsgruppe „Arbeit“, neben Arbeit und Bildung, waren die „Förderung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit“ sowie das Thema „Mitarbeiterbeteiligung“, welche besprochen und ausführlich in der Arbeitsgruppe behandelt wurden. Doris Palz, Mitglied der Expertengruppe „Arbeit“, berichtete über die wichtigsten Ergebnisse.

Palz möchte ihren persönlichen Schwerpunkt im Bereich Arbeit nicht auf den Aspekt der Erwerbsarbeit legen, sondern auf alle anderen Arbeitstypen, wie zum Beispiel auf die ehrenamtliche Arbeit sowie auf die Haus- und Erziehungsarbeit in den Familien, die ein „Grundgerüst auch für die Wirtschaft darstellt. Diese Aspekte der Arbeit sollen auch von der Wirtschaft anerkannt werden“, forderte Palz, „weil hier werden überfachliche Qualifikationen trainiert, die auch für den Arbeitsmarkt von ganz besonderer Bedeutung sind.“ Ziel der Impulsgruppe „Arbeit“ ist es der Vielfalt in der Arbeitswelt Gehör zu verschaffen und verstärkt Sorge zu tragen.

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