ÖAMTC: Änderung der Handgepäcksregeln bei internationalen Flügen dringend nötig

Lockerung für außereuropäische Flüge angekündigt - innerhalb der EU bleiben Regeln bestehen

Wien (OTS) - Die ÖAMTC-Touristik begrüßt die Initiative der EU-Kommission, die Regeln zur Mitnahme von Flüssigkeiten bei internationalen Transitflügen zu lockern. Immer wieder treffen deswegen beim Club Beschwerden verärgerter Mitglieder ein: Jüngstes Beispiel ist eine Türkeireise des Niederösterreichers Gerwin M.. Ihm wurde beim Flug von Bodrum nach Wien, mit Zwischenlandung in Salzburg, eine Flasche Raki abgenommen, die er im Duty-Free in der Türkei eingekauft hatte. Grund: Duty-Free-Artikel, die auf einem Flughafen außerhalb der Europäischen Union erworben werden, dürfen nicht an Bord eines europäischen Anschlussfluges mitgenommen werden.

"Durch die nochmalige Sicherheitskontrolle bei der Zwischenlandung in Salzburg kam die EU-Regelung zum Tragen und das Urlaubsmitbringsel durfte nicht mehr mit an Bord", erklärt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Die Clubtouristik erwartet sich nun spürbare Verbesserungen durch die geplante Lockerung der Bestimmungen. Das aktuelle Vorgehen geht zu Lasten der Reisenden, die bei ihren Beschwerden an den Club natürlich die Konfiszierung ihres Eigentums kritisieren.

Kabourek betont: "Die von der EU geplante Änderung betrifft aber nur Flüge von einem Nicht-EU-Land in ein europäisches Land mit Zwischenstopp." Für alle anderen Urlaubsreisen, wie den klassischen Charterflug von Österreich nach Griechenland oder in ein anderes EU-Land gelten nach wie vor die gleichen strikten Bestimmungen. Um hier Ärger zu vermeiden, ruft die Clubtouristik die Handgepäcksregeln in Erinnerung:

Flüssige und gelartige Produkte, beispielsweise Toilettenartikel wie Zahnpasta, Rasiercreme, Haargel, Lippenstifte, Parfums, Gesichtscremes, Wimperntusche und flüssiges Lippenbalsam sind im Handgepäck nur noch gestattet, wenn sie wie folgt transportiert werden:

* Flüssigkeiten und ähnliche Produkte dürfen nur in Behältern bis 100 ml in einem durchsichtigen und wiederverschließbaren Plastikbeutel (sogenannte "Zipper") von maximal einem Liter Fassungsvermögen transportiert werden. Pro Passagier darf nur ein Beutel mitgenommen werden.

Folgende Artikel sind davon ausgenommen und können zusätzlich zum Plastikbeutel mitgenommen werden:

  • Babynahrung (wenn man gemeinsam mit einem Baby oder Kleinkind reist).
  • Spezial-Nahrung (z.B. für medizinische Zwecke).
  • Medikamente (für die gesamte Dauer der Reise inklusive Aufenthalt am Zielort).

Diese Regelungen gelten für alle Passagiere, die von Flughäfen innerhalb der EU sowie Norwegen, Island und der Schweiz abfliegen oder Anschlussflüge nehmen. Dazu gehören auch alle innerösterreichischen Flüge.

Wer in Duty-Free-Shops auf EU-Flughäfen oder an Bord einer europäischen Fluggesellschaft einkauft, bekommt die Artikel verpackt bzw. versiegelt. Wenn der Reisende in ein anderes Flugzeug umsteigen muss, darf die Verpackung nicht geöffnet werden bis das endgültige Reiseziel erreicht wurde.

Die Clubtouristik empfiehlt zusätzlich bei der Fluglinie nachzufragen, ob für die gewählte Strecke (z.B. nach Großbritannien oder USA) noch zusätzliche Bedingungen zu berücksichtigen sind.

Artikel und Beutel, die nicht den Vorgaben entsprechen, müssen bei den Sicherheitskontrollstellen entsorgt werden. "Daher empfiehlt es sich bereits beim Koffer packen an diese Bestimmungen zu denken, um nicht am Flughafen in Zeitnot zu geraten. Weitere Flüssigkeiten müssen im Gepäck so bruchsicher wie möglich untergebracht werden, denn für Schäden wird keine Fluglinie die Haftung übernehmen", sagt die ÖAMTC-Touristikerin. Wer übrigens bei ÖAMTC REISEN bucht, bekommt ein Plastiksackerl gleich dazu.

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