Mailath-Pokorny eröffnet Archiv-Ausstellung im Jüdischen Museum

Wien (OTS) - "Diese Ausstellung mit einer Auswahl aus den Archivbeständen der Jüdischen Gemeinde verdeutlicht einmal mehr, wie eng die Geschichte Wiens mit seiner Jüdischen Bevölkerung verwoben ist. Besonders bedrückend sind die Dokumente, die über die Vorgangsweise der Nationalsozialisten bei der Deportation und Vernichtung der Juden Zeugnis ablegen", sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in seiner Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Ordnung muss sein. Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien". Mailath-Pokorny bekräftigte auch, dass die Stadt Wien ihren Anteil zur Realisierung eines Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien leisten werde, wenn seitens des Bundes entsprechende Schritte gesetzt werden.****

Museumsdirektor Karl Albrecht-Weinberger betonte die große Bedeutung der Archivbestände, von denen ein erheblicher Teil erst vor wenigen Jahren wieder gefunden wurde, für die wissenschaftliche Forschung, die letztlich auch Niederschlag in Ausstellungen des Museums findet. Er wies darauf hin, dass, es sei für ihn selbstverständlich gewesen sei, eine Ausstellung mit einer Auswahl dieser Archivbestände ehebaldigst nach ersten Aufarbeitungen im Palais Eskeles zu präsentieren.

Die von Ingo Zechner, Lothar Hölbling und einem Museumsteam unter der Leitung von Chefkuratorin Felicitas Heimann-Jelinek erarbeitete Schau zeigt eine Auswahl an Dokumenten, die Auskunft geben über das religiöse, geistige und kulturelle Leben der Wiener jüdischen Gemeinde mit Schwerpunkt auf die Zeit des Nationalsozialismus. Die von Martin Kohlbauer gestaltete Ausstellung, zu der auch ein Katalog (in deutscher Sprache, Preis Euro 19,90) erschienen ist, wird bis 21. Oktober 2007 im Jüdischen Museum zu sehen. Das Jüdische Museum Wien, 1., Dorotheergasse 11, ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen zum Begleitprogramm sind unter www.jmw.at/ zu finden. Der Museums-Eintritt beträgt Euro 6,50 / Euro 4,- ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.:
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