AK-Vizepräsident Franz Gosch: 1.000,- Euro Mindestlohn für wirklich alle umsetzen !

Die tägliche Ausbeutung muss ein Ende haben Kritik an den Freiberuflern. Automatikklausel für Mindestlöhne gefordert.

Wien (OTS) - "Die Sozialpartnereinigung zwischen ÖGB und Wirtschaftskammer ist begrüßenswert und längst überfällig", sagt AK-Vizepräsident Franz Gosch, Landesvorsitzender der steirischen Christgewerkschafter. "Ein Bruttogehalt unter Euro 1.000,- für eine Vollzeitbeschäftigung bedeutet Ausbeutung für die Beschäftigten". Völlig unakzeptabel ist die Haltung der Kammern für freie Berufe, insbesondere der Ärztekammer die sich der Sozialpartnereinigung nicht angeschlossen haben.
Gerade im Bereich der niedergelassenen Ärzte mit mehr als 5.000 Beschäftigten in der Steiermark besteht noch großer Aufholbedarf bei den Mindestgehältern. Das Anfangsgehalt für Angestellte bei Ärzten beträgt derzeit Euro 837,- brutto für 40 Stunden/Woche.
"In einer Branche, wo das Einkommensgefälle zwischen Dienstgebern und Dienstnehmern am größten ist, kann diese Bestemmhaltung nicht hingenommen werden", so Gosch. Ich schlage eine Zug um Zug Regelung bei der nächsten Verhandlung um die Arzthonorare (mit den Krankenkassen) vor, um auch hier den Mindestlohn von Euro 1.000,-durchzusetzen.

Nachdem der Mindestlohn eine Absicherung gegen die Armutsgefährdung sein muss, sollte eine Automatikklausel für die niedrigsten Löhne zur Anwendung kommen, fordert Gosch. Die Formel lautet: Mindestpension (Ausgleichszulage) mal 150 %.
Derzeit würde dies einen Betrag von Euro 1.089,- ergeben.

"Mittelfristig wäre die Umsetzung dieser Formel ein nachhaltiges Ziel für einen dauerhaft gerechten Mindestlohn", schließt Gosch.

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