Neues Volksblatt: "Fischer" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 2. Juli 2007

Linz (OTS) - "Das was man verspricht ist wichtig", sagte Bundespräsident Heinz Fischer gestern in der ORF-Pressestunde. Er sagte das im Zusammenhang mit dem Kärntner Ortstafelstreit, aber er sagte es so, dass dieser Satz auch eine allgemeine Gültigkeit hat. Vielleicht hat SPÖ-Geschäftsführer Josef Kalina gerade bei dieser Passage nicht aufgepasst. Immerhin hat die SPÖ vor der Wahl einiges versprochen, was ihr seit dem Eintritt in die Regierung nicht mehr so wichtig erscheint. Wie dem auch sei: Kalina erging sich nach der Pressestunde in einem Loblied über Fischer. Dass er bei der Aufzählung der Themen, über die sich Fischer äußerte, die Eurofighter vergaß, wird wohl Zufall sein. Immerhin hatte der Präsident auf die Frage, was er zum SPÖ-Inserat "Neutralitätsflieger statt ÖVP-Kampfbomber" sage, gemeint: "Es ist nicht meine Diktion". Nachdem sich Fischer in der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut, wollte Kalina mit seiner Hymne die SPÖ wohl eine wenig im Sympathiesog des Präsidenten mitsegeln lassen. Doch wie sagte Fischer, der seine SPÖ-Mitgliedschaft ruhend gestellt hat, selbst am Tag seiner Angelobung: Er werde "jede Parteilichkeit" hinter sich lassen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001