Kadenbach: NÖ Landschaftsfonds förderte in den letzten 12 Jahren 124 Artenschutz-Projekte

Jede Art erfüllt wichtige Funktion in den komplexen Ökosystemen

St. Pölten, (SPI) - Niederösterreich ist reich an verschiedenen Landschaften und Lebensräumen. Aber auch in Niederösterreich sind viele Arten bereits stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Bereits 100 % der Amphibienarten, 92 % der Reptilien, 75 % der Libellen und 53 % der Brutvögel sind gefährdet. "Es muss unsere Aufgabe sein, den Reichtum der Natur zu bewahren und dafür zu sorgen, dass nicht noch mehr Tiere für immer aus unserer Umwelt verschwinden. Dass dafür aber auch die entsprechenden finanziellen Mittel notwendig sind, steht außer Frage", so NÖ Naturschutzlandesrätin Karin Kadenbach. Um auf den Verlust der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen, hat der Naturschutzbund die Kampagne überLEBEN ins Leben gerufen. Ein wichtiger Bestandteil davon ist es gemeinsam mit Experten und dem Land NÖ, einen Roten Faden für den Artenschutz in Niederösterreich zu erstellen, damit die öffentlichen Mittel auch effizient eingesetzt werden können. Als erster Schritt dazu wurde eine Dokumentation der in den letzten 12 Jahren durch den NÖ Landschaftsfonds geförderten Artenschutzprojekte durchgeführt.****

Der NÖ Landschaftsfonds hat das Ziel, Projekte zu fördern, die der Erhaltung und Wiederherstellung einer ökologisch intakten Kulturlandschaft mit einer reichen Vielfalt an heimischen Tieren und Pflanzen, vielfältigen Landschaftselementen und umweltschonenden Nutzungen dienen. Von 1995 bis 2006 wurden vom NÖ Landschaftsfonds über 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Mittel wurden für 124 Projekte eingesetzt, mit denen 41 Arten geschützt wurden. Der größte Anteil an Förderungen wurde mit 46 % den Säugetieren zu Teil. 44 % der Fördermittel entfielen auf Projekte zum Schutz verschiedener Vogelarten, die restlichen 10 % der Fördermittel verteilten sich auf Erhaltungsmaßnahmen für Reptilien, Amphibien, Fischen, Krebsen, Insekten, Muscheln und Pflanzen. Univ.-Prof. Dr. Walter Hödl, Vorsitzender des Naturschutzbund NÖ: "Die bisher getroffene Auswahl geförderter Arten bietet kaum Anlass zur Kritik. Dennoch sollte sich die zukünftige Vergabe der Mittel vermehrt auf die aus der Erstellung der Roten Liste gewonnenen Erkenntnisse stützen. Ebenso gilt es, die internationale Vorgabe zur Erhaltung der biologischen Vielfalt effizienter umzusetzen. Insbesondere sollte eine bessere Förderung bisher wenig beachteter Organismengruppen erfolgen."

"Jede Art erfüllt in den komplexen Ökosystemen eine ganz wesentliche Rolle. Daher hat das Schwinden der Artenvielfalt ganz dramatische Folgen für die gesamte Umwelt. Naturschutz und Artenschutz sind aber nicht nur Selbstzweck, sondern sie sind auch aus einer ganz menschlich, egoistischen Sichtweise unendlich wichtig. Denn die Natur hat für jeden von uns große Bedeutung als Erholungsraum und damit als unverzichtbares Stück Lebensqualität", so Landesrätin Kadenbach. "Ich möchte diese Gelegenheit aber auch nutzen, um all den Menschen meinen herzlichen Dank auszusprechen, ohne deren unermüdliches Engagement diese vielen Artenschutzprojekte undenkbar wären. Sie alle tragen dazu bei, die reiche Vielfalt unserer Natur und damit die Schönheit unseres Landes zu bewahren", so LR Karin Kadenbach abschließend. (Schluss) kr

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