Eklat im Kärntner Heimatdienst

Klement ortet undemokratische Vereinsführung und Verrat an Kärntner Interessen

Klagenfurt (fpd) - Bei der heutigen Jahreshauptversammlung des Kärntner Heimatdienstes (KHD) trat deutlich zutage, was schon seit Monaten in Kärnten intensiv diskutiert wird. Die Vereinsleitung des KHD läßt keine interne Kritik bzw. keine offene Diskussion zu. Der KHD hat sich in den letzten beiden Jahren völlig von seinen bisher bekannten Grundsätzen verabschiedet und hat dadurch auch mit internen Problemen zu kämpfen. Obmann Feldner gibt nach außen vor, für Verständigung mit den Slowenen einzutreten. Wer an seinem Kurs zweifelt, darf aber nicht auf Verständigung hoffen. Aus diesem Grunde wird dem KHD-Obmann von vielen ehemaligen Anhängern "Gesinnungsverrat" vorgeworfen.

Besonders deutlich wurde dies heute, als das Verbandsleitungsmitglied NRAbg. Karlheinz Klement Fragen stellte, die dem Obmann Dr. Feldner offensichtlich sehr unangenehm waren:

"Warum spricht Feldner den Kärntnern den Mut ab, gegen weitere zweisprachige Ortstafeln anzukämpfen, mit der fadenscheinigen Begründung, man können sowieso nichts dagegen tun?
"Wie kommt Feldner auf die Idee, den Kärntner Parteien pauschal Manipulation in der Erklärung des Gusenbauer - Vorschlages vorzuwerfen. Tatsache sei, daß der Gusenbauer-Vorschlag in sich unlogisch sei und für Kärnten in keinem Falle eine langfristige Lösung des Problems bedeuten könne."
"Warum ist der KHD von seiner langjährigen Forderung nach einer Minderheitenfeststellung abgegangen? Tatsache sei, daß es bis dato keine einzige Feststellung der zahlenmäßigen Stärke der slowenischen Minderheit in Kärnten gegeben hat. Aufgrund welcher statistischen Daten soll denn überhaupt verhandelt werden? Wie soll den ohne gesicherte Zahlen jemals eine vernünftige, dauerhafte und gerechte Lösung der Minderheitenfrage geschehen?"
"Warum versucht der KHD einen künstlichen Druck aufzubauen, man müsse unbedingt vor der EM 2008 eine Lösung zustande bringen, um Kärnten vor internationaler Rufschädigung zu bewahren. Kann eine Lösung unter Druck je eine gute Lösung sein? Hat der KHD Angst, seine ach so sehr befreundeten slowenischen Bruderverbände könnten vor dem Klagenfurter Stadion ein paar Transparente entrollen?"
"Warum werden bei KHD-Befragungen in der Kärntner Bevölkerung, in denen es um die Minderheitenfrage geht, keine Antworten mehr gegeben? Kann es sein, daß der KHD von der heimattreuen Kärntner Bevölkerung als Vertretungsorgan nicht mehr ernst genommen wird?"

Die nichtssagenden Antworten des KHD-Obmannes waren genau so entlarvend wie seine weitere Vorgangsweise. Anstatt sich mit der anhaltenden Kritik an seiner Person und seiner KHD-Führung auseinander zu setzen, ließ er schon im Vorfeld alle kritischen Geister aus der Verbandsleitung entfernen. Er scheute dann auch nicht davor zurück, den langjährigen Funktionär Karlheinz Klement von der Wahlvorschlagsliste zu streichen.
"Ein derart undemokratisches Vorgehen ist mir in meiner ganzen bisherigen Laufbahn nicht untergekommen" stellte Klement in einer Reaktion gegenüber dem freiheitlichen Pressedienst fest. "Feldner wählt sich seine Delegierten selber, sucht sich seine Verbandsleitungsmitglieder selbst aus und bestimmt seine KHD-Politik alleine. Das kann nicht Sinn und Zweck eines KHD sein, der im Jahr 1918 von Dr. Steinacher gegründet wurde, um der Kärntner Heimat zu dienen. Wüßte Dr. Steinacher von den heutigen Machenschaften eines Dr. Feldner würde er sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen", so Klement weiter.
"Wenn Dr. Feldner glaube, daß er mit dem Verkauf seiner Gesinnung langfristig Erfolg haben könne, sei das ein fataler Irrtum. Dem KHD rate ich also dringend, sich von diesem Obmann zu lösen und auf den heimattreuen Weg zurück zu kommen. In einem derart geführten KHD kann ich nicht mehr mitmachen, ich bin deshalb per sofortiger Wirkung ausgetreten", schließt Klement.

Der FPÖ-Landesobmann Franz Schwager stellt in einer ersten Reaktion auf diesen Eklat fest, daß er Klements Bemühen, den KHD auf den rechten Weg zurückzubringen, vollinhaltlich unterstützt habe. "Mit Bedauern müssen wir nun aber zur Kenntnis nehmen, daß der KHD für Kärnten verloren sei." so Schwager.

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