Blecha: Heraus mit der Rezeptgebühren-Deckelung!

Kdolsky-Modell zur Rezeptgebühren-Begrenzung "unverwertbar"

Wien (SK) - "Heraus mit der Rezeptgebühren-Deckelung", forderte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, vor 2.000 Teilnehmer beim Landespensionistentreffen des PVÖ-Steiermark in Pöllau. "Bis jetzt hat Gesundheitsministerin Kdolsky nur ein völlig unverwertbares Modell vorgelegt", kritisierte Blecha. Der Vorschlag der Gesundheitsministerin sei bürokratisch, kompliziert, teuer und langwierig und wird deshalb von den Seniorenorganisationen abgelehnt. Weiters kritisierte Blecha, "dass es die Ministerin nicht der Mühe wert gefunden hat, mit den Seniorenvertretern zu verhandeln." ****

Die Forderungen des Pensionistenverbandes lauten:
- die Rezeptgebühren-Begrenzung muss ab 1.1.2008 in Kraft treten - bestehende Rezeptgebühren-Befreiungen bleiben unverändert aufrecht
- Abwicklung über die e-card
- zeitnahe Berücksichtigung der Obergrenze bei Inanspruchnahme der Leistung
- einfach handhabbar, klar, verständlich und ohne bürokratische Hürden für die Betroffenen
- kostengünstig und einfach administrierbar für Kassen und Staat

Das vom Pensionistenverband bevorzugte Modell in der Praxis: Der Patient geht zum Arzt. Mittels e-card wird für den behandelnden Arzt ersichtlich, ob eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt: Nicht ersichtlich ist dem Arzt der Grund der Befreiung (z.B. eine generelle Befreiung, weil der Patient Ausgleichzulagen-Bezieher ist oder weil die Einkommens-Obergrenze bereits überschritten wurde). Wird dem Doktor angezeigt, dass keine Rezeptgebühr zu entrichten ist, wird das Rezept als rezeptgebührenbefreit gekennzeichnet. In der Apotheke erhält der Patient das verschriebene Medikament und braucht keine Rezeptgebühr zu bezahlen.

Grundlage dafür bildet ein "Rezeptgebührenkonto" für jeden Versicherten im System der Sozialversicherung. Das e-card-System greift auf diese Informationen zu und erhält Aufschluss darüber, ob eine Gebührenbefreiung vorliegt oder nicht. Blecha will möglichst rasch ein "brauchbares" Ergebnis, damit im Herbst die Hauptbetroffenen der limitierten Rezeptgebühren - Pensionisten und chronisch Kranke - entsprechend aufgeklärt und informiert werden können. (Schluss) sl/mm

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