• 29.06.2007, 15:00:03
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Marktordnungsgesetz: NÖ Bauernbund-Demo in Grafenwörth

700 Bauern demonstrierten - Resolution an Gusenbauer übergeben

St. Pölten (OTS) - Der NÖ Bauernbund setzte heute seine
Protestkundgebungen aufgrund der SPÖ-Blockade des
Marktordnungsgesetzes fort. 700 Bauern kamen mit 82 Traktoren zu
einer Demonstration in Grafenwörth. Bauernbundobmann Hermann Schultes
und Direktor Johann Penz führten die Demonstration an und übergaben
dem SPÖ-Vorsitzenden, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer eine
Resolution. Darin fordern sie Gusenbauer und seine Partei auf, den
parlamentarischen Beschluss der landwirtschaftlichen Marktordnung
umgehend zu ermöglichen. Gusenbauer war mit Verkehrsminister Werner
Faymann nach Grafenwörth gekommen, um das S5-Teilstück
Kollersdorf-Jettsdorf zu eröffnen. Bei diesem Anlass hat auch
Landeshauptmann Erwin Pröll erneut die Anliegen der Bauern neuerlich
unterstützt.

"Was für Arbeiter der Kollektivvertrag ist, das ist für die Bauern
die Marktordnung", machte Schultes dem Bundeskanzler die Auswirkungen
der SPÖ-Blockadehaltung deutlich. "Es sind die Milchbauern die zuerst
draufzahlen, weil sie bereits ab Juli 2007 die Handelbarkeit der
Quoten verlieren", so Schultes. In der Folge drohten weitere
gravierende Einbußen bei der Mutterkuh- und Kalbinnenprämie. Weiters
hätten vor allem auch kleinere Weinbaubetriebe durch die Haltung der
SPÖ Nachteile, da für sie auch die Befreiung von den
AMA-Marketingbeiträgen bei Wein und Verbesserungen bei den Regelungen
der Banderole blockiert seien.

"Wir brauchen die Marktordnung als Lebensgrundlage für alle
wirtschaftlichen Entscheidungen", sagte Schultes zu Gusenbauer. Das
sei eine Angelegenheit, die sich nicht für Parteitaktik eigne. Das
Verhalten der SPÖ "schadet nicht nur den Bauern. Es schadet dem
ländlichen Raum und der gesamten Republik".

"Mit der Blockadepolitik schneiden Gusenbauer und seine Partei den
Bauern die Existenzgrundlage ab. Solange die Marktordnung nicht
beschlossen ist, werden wir jedes SPÖ-Regierungsmitglied mit
Demonstrationen empfangen und unsere Anliegen vorbringen",
bekräftigte Bauernbunddirektor Penz. Niederösterreichs Landwirte
seien "kein Spielzeug für Parteitaktik". Bereits am Montag,
02.07.2007, soll es eine weitere Bauernbund-Kundgebung geben in
Gföhl, Bezirk Krems.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Niederösterreichischer Bauernbund
   Ferstlergasse 4, 3100 St. Pölten
   Tel.: 02742/9020-200
   Fax: 02742/9020-240
   mailto: [email protected]
   http://www.noebauernbund.at

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