• 28.06.2007, 13:23:47
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"MONITOR": Die IT wird "grün"

Stromsparen durch Wasserkühlung, abgespeckte Rechner oder effizientere Prozessoren - Umweltschutz auch bei Produktion wichtig

Wien (OTS) - Auf ein "grünes" Image kann inzwischen kein
IT-Unternehmen mehr verzichten. Spätestens seit Greenpeace regelmäßig
die umweltfreundlichsten Hardware-Produzenten lobt und jene, die
diesbezüglich Nachholbedarf haben, an den Pranger stellt, macht man
sich Gedanken über energiesparende und schadstoffarme Produktion und
Produkte.

Um zum Beispiel "Serverfarmen" zu kühlen, benötigt man
mittlerweile oft die gleiche, mitunter sogar eine größere Menge an
Energie als für den eigentlichen Betrieb der Rechner. "Der Fokus bei
den Herstellern liegt daher auf der Energieeffizienz", beschreibt
IBMs Umweltbeauftragter Silvio Weeren die Situation im Gespräch mit
MONITOR-Autor Achim Scharf. Kein Wunder, dass daher neben IBM auch
andere IT-Größen wie HP, Fujitsu Siemens oder Rittal auf
Flüssigkeitskühlung setzen anstatt auf Stromfresser wie Lüfter.

Mit sogenannten "Thin Clients" wird wiederum bei den
Arbeitsplatzrechnern Strom gespart. Sie enthalten lediglich Ein- und
Ausgabemöglichkeiten (Tastatur, Maus, Grafikchip), über einen
Ethernetanschluss wird die Verbindung zum Zentralrechner hergestellt.
Vorteile sind niedrigere Hardware-, Verwaltungs- und Stromkosten
sowie einfachere Programmupdates. Während PCs durchschnittlich 85
Watt verbrauchen, kommen Thin Clients inklusive Server auf 40-50
Watt, rechnet Hartmut Pflaum vom Hersteller Igel Technology vor. Beim
Transport lässt sich durch das niedrigere Gewicht und die geringere
Größe ebenfalls Energie sparen.

Mit effizienteren Prozessoren bekämpfen die Chiphersteller das
Übel bereits an der Wurzel: Bereits mit dem Wechsel von Pentium- auf
Core-Duo-Prozessoren ist es Intel gelungen, den Stromverbrauch von
PCs auf weniger als die Hälfte zu senken. Mit den Penryn getauften
Prototypen, bei denen ein neuartiges Dielektrikum Leckströme
drastisch reduziert, wird trotz gesteigerter Rechenleistung nochmals
weniger Energie benötigt.

Umweltschutz wird aber auch in der Produktion groß geschrieben:
Intel hat vor fünf Jahren den ersten bleifreien Flashspeicher
vorgestellt, in wenigen Monaten wird Blei auch aus den Prozessoren
verbannt. Mehr Energieeffizienz bei der Herstellung, geringerer
Schadstoffausstoß, aber auch die verstärkte Wiederaufbereitung von
Wasser stehen ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste. Das alles
soll im Rahmen der "Climate Savers Computing Initiative" umgesetzt
werden, an der sich neben Intel IT-Riesen wie AMD, Dell, Fujitsu, HP,
IBM, Hitachi, NEC, Microsoft, Sun oder Unisys beteiligen. Mehr dazu
im MONITOR-Sonderheft "Hardware" ab 29. Juni.

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stärker in den Mittelpunkt.
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Rückfragehinweis:
MONITOR - Das Magazin für Informationstechnologie
Bohmann Druck und Verlag GmbH & Co. KG
Chefredakteur Dipl.-Ing. Rüdiger Maier
mailto:maier@monitor.co.at , Tel.: +43-(0)1-74095-416

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