• 28.06.2007, 12:58:09
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Mitterlehner: WKÖ mit richtiger Antwort auf Fachkräftemangel

Politischer Fahrplan der WKÖ: Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, Bürokratieabbau und Umweltpolitik

Wien (PWK481) - Den politischen "Fahrplan" der Wirtschaftskammer
Österreich für die kommenden Monate stellte heute, Donnerstag, der
Generalsekretär-Stv. der WKÖ, Reinhold Mitterlehner, in den
Mittelpunkt seiner Ausführungen vor dem Wirtschaftsparlament. Eines
der Hauptthemen sei die Facharbeiterdiskussion. Um den Mangel an
Fachkräften zu beheben, habe die WKÖ bereits erfolgreich Schritte bei
der Lehrlingsausbildung unternommen. Der Blum-Bonus wurde bis
31.12.2007 verlängert. Im Herbst komme es zu Verhandlungen über ein
neues Fördermodell. Die Modularisierung der Lehrausbildung sei auf
Schiene, 17 Lehrstellenaquisiteure seien österreichweit unterwegs.
Die Probleme für die Unternehmen seien evident, "einem Viertel der
Betriebe mangelt es zurzeit an qualifizierten Fachkräften", so der
WKÖ-General.

Um kurzfristig die offenen Stellen durch Fachkräfte besetzten zu
können, schlägt die WKÖ, so Mitterlehner, vor, 25.000 Jobs aus dem
Pool der Arbeitslosen und Lehrlinge zu besetzen, 5.000 Fachkräfte
durch einen späteren Pensionsantritt im Arbeitsmarkt zu halten und
die restlichen fehlenden ca. 20.000 aus den alten und neuen
EU-Mitgliedern und Drittstaaten zu holen.

Im Sinne einer Stärkung des Standortes Österreich gelte es nun,
die Erbschafts- und Schenkungssteuer so rasch wie möglich
abzuschaffen. Dies sei die effektivste Form der Erleichterung von
Unternehmensübergaben. Für den nächsten Finanzausgleich habe die WKÖ
bereits ein 6-Punkte-Programm präsentiert, das u.a. die Zweckwidmung
der Wohnbauförderung für Neubau und thermische Sanierung oder eine
Gesundheitsreform mit einem Volumen von bis zu 2 Mrd. Euro enthält.

In der Umweltpolitik forderte Mitterlehner eine ergebnisoffensive
Evaluierung der positiven und negativen Auswirkungen des
Ökostromgesetztes. Hintergrund ist, dass Österreich seine
Ökostrompotentiale bereits zu 80 Prozent ausgeschöpft und die
Bundesregierung ein Ziel von 85 Prozent bis 2020 vorgegeben hat. Was
die Emission von Treibhausgasen betrifft, fordert der WKÖ-General
Investitionen in emissionsmindernde Maßnahmen im Inland anstelle
Zertifikate aus dem Ausland zuzukaufen.

Unter dem Punkt Bürokratieabbau präsentierte Mitterlehner ein
Ergebnis des "Belastungsbarometers", aus dem hervorgeht, dass es von
2001 bis 2006 eine Entlastung der Unternehmen von 12,8 Prozent bei
statistischen Erhebungen geben hat. Positiv zu werten sei die
Umsetzung des Standardkostenmodells, mit dem die Bundesregierung die
Verwaltungskosten für Unternehmen aus europarechtlichen und
bundesgesetzlichen Informationspflichten bis 2010 um 25 Prozent
senken will. Für die Erhebung der Gesamtheit der Verwaltungskosten
hat die WKÖ 150 Unternehmensvertreter und 25 Fachexperten nominiert
und wird an dem ab Herbst 2007 startenden Verhandlungsprozess mit
voller Kraft teilnehmen. (us)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Stabsabteilung Presse
   Mag. Rupert Haberson
   Tel.: (++43) 0590 900-4362
   Fax: (++43) 0590 900-263
   mailto:presse@wko.at
   http://wko.at/Presse

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