- 28.06.2007, 11:56:03
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Wiener Landtag (2)
Fragestunde
Wien (OTS) - Auf die fünfte Anfrage von LAbg. Mag. Alev Korun
(Grüne), die die Zahlen der Einbürgerungsanträge und positiven
Erledigungen betreffen, antwortete StR. Sandra Frauenberger (SPÖ)
mit einer detailierten Auflistung von Zahlen. Sie berichtete von sehr
aktiven Gesprächen auf Bundesebene. Die sehr langen Wartezeiten
würden ein Integrationshemmnis darstellen, wichtig sei das Erlernen
der Sprache für die Integration sowie Alltagsorientierungsfragen. Die
Möglichkeit der Kontaktaufnahme und Vernetzung auch mit den Bezirken
sei notwendig.
Aktuelle Stunde "Eine neue Schule braucht das Land! Wien und
die Bundesländer brauchen ein zeitgemäßes Bildungssystem"
Rund 13.500 Schüler würden dieses Jahr mit negativen Noten
abschließen, daraus ergebe sich die Notwendigkeit inhaltlicher
Überlegungen, so LAbg. Heinz Vettermann (SPÖ) als erster Redner zum
dem von der SPÖ eingebrachten Thema der aktuellen Stunde. Er
bewertete die Zufriedenheit in den Volksschulen als gut, hier gebe es
bereits viele pädagogische Innovationen, Begabungsförderung sei
gesichert. In den Bereichen Hauptschule und AHS gebe es Probleme,
Begabungsförderung und innere Differenzierung würden hier nicht
stattfinden.
LAbg. GR Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S. (FPÖ) berichtete über ein
"Chaos" im Bereich der Bildungspolitik. Baulich schlechte Zustände,
Kriminalität und Gewalt an Schulen führte er auf ein Versagen der SPÖ
zurück. Studien aus Deutschland würden unterstreichen, dass sich der
"Eintopf Gesamtschule" nicht positiv auf Lernerfolge auswirke. Er
sprach sich für ein differenziertes Schulsystem, ein Integrationsjahr
zur Spracherlernung und das bewährte Schulsystem aus.
Die Grünen wollen die Gesamtschule, um die Chancengerechtigkeit
für benachteiligte Schüler sicherzustellen, unterstrich LAbg. Susanne
Jerusalem (Grüne). Die Gesamtschule sei jedoch nicht automatisch
gerechter, man müsse sich vom derzeitigen System verabschieden und
die Schule zu einem Ort des Lebens, der Freude und Kreativität werden
lassen. Das Modell aus Finnland sei gut, hier könnten positive
Elemente übernommen werden.
LAbg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP) übte massive
Kritik an der Schulpolitik der SPÖ. Dabei sprach sie insbesonders den
Bereich kooperative Mittelschule, die Erhebung des Bedarfs an
Nachmittagsbetreuung wie auch für den Bereich Dienstpostenplan an. Es
sei unerlässlich notwendige Maßnahmen bis zum kommenden Schuljahr zu
setzen, forderte sie die Verantwortlichen auf. (Forts.) mos/gse
Rückfragehinweis:
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