ÖSTERREICH: Eurofighter überweist 350 Millionen an Österreich

Darabos: "Bin keine Eurofighter-Fan geworden, respektiere aber die Leistungsfähigkeit"

Wien (OTS) - In einem Interview für die Donnerstagsausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH erklärt Verteidigungsminister Norbert Darabos erstmals, wie sich die Einsparungen im Eurofighter-Deal aufschlüsseln. Darabos nennt jetzt eine Summe jenseits der 400 Millionen Euro: "Mit Eurofighter sind 370 Millionen Euro abgemacht. Dazu kommen Zahlungen an die vier Partnerländer, wo man etwas einsparen kann, und ein Besserungsschein für spätere Einsparungen. Macht in Summe 420 Millionen Euro." 350 Millionen Euro davon werde die Eurofighter GmbH im nächsten Jahr an die Republik Österreich überweisen, so der Minister.

Auf den Vorwurf, dass er ein schlechtes Geschäft eingegangen sei, erwiderte der Verteidigungsminister: "Das war wegen der ungünstigen Gestaltung des alten Vertrages nicht anders möglich. Ich konnte eine Reduktion des Preises nur über eine Reduktion bei der Stückzahl und den Leistungen erreichen. Sie können sich aber darauf verlassen, dass die Flieger immer noch mehr leisten als notwendig."

Und, so Darabos, die ÖVP habe mehr bestellt, als notwendig gewesen sei: "Mit aller Deutlichkeit: Ja. Es ist auch ein Blödsinn, zu sagen, es kommen alte Flieger. Tranche 1, Block 5 - das sind die modernsten Flugzeuge für die Luftraumüberwachung, die man sich vorstellen kann."

In den kommenden Tagen kann der erste Eurofighter jetzt von Österreich übernommen werden. Darabos: "Ich gebe zu, ich wollte nicht, dass das Flugzeug nach Österreich kommt, bevor der Vergleich geschlossen ist."

Persönlich in Empfang nehmen will der Minister den Jet aber nicht:
"Ich sehe das nicht als Folklore, sondern als ganz nüchterne Sache. Ich bin kein Eurofighter-Fan geworden, respektiere aber die Leistungsfähigkeit dieses Flugzeugs."

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