Neues Volksblatt: "Deal für SPÖ" (Von Christian Buchar)

Ausgabe vom 28. Juni 2007

Linz (OTS) - Der ÖVP bleibt realistisch nur, saure Miene zum bösen Spiel zu machen: Auch, wenn der SPÖ-Alleingang provokanter nicht sein könnte - Darabos legt dem Koalitionspartner im Ministerrat nicht einmal den Vergleichstext mit EADS vor - ist das Thema Eurofighter nicht geeignet, es politisch weiter zu spielen oder gar die Koalition in Frage zu stellen.
Norbert Darabos hat die einzige ihm von Gusenbauer und der SPÖ gestellte Aufgabe erfüllt: Irgendwie zu bemänteln, dass sich bei den Jets das nächste große SPÖ-Wahlversprechen nur als Schall und Rauch entpuppt hat - koste es, was es wolle. Und das dürfte Einiges sein. Denn die vom Verteidigungsminister propagierten "Einsparungen" entpuppen sich bei genauem Hinsehen als ökonomisch fragwürdig. Die Preisreduktion bei den Fliegern ist angesichts der Tatsache, dass statt neuer Geräte nun technologisch schlechtere und zum Teil sogar Gebraucht-Jets kommen, eher mickrig. Dazu drohen durch die Reduktion der Stückzahl Mehrausgaben durch kürzere Lebenszeit und höhere Wartungskosten. Lohnen dürfte sich der Deal damit höchstens für parteipolitosche Sichtweisen der SPÖ. Für die Republik riecht es nach einem schlechten Geschäft.

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