VP-Cortolezis-Schlager zum Schulschluss: "Nicht genügend für Wiens Bildungspolitik"

Wien (OTS) - Wien (VP-Klub) "Mit Verwunderung nehme ich die
Aussagen von Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl betreffend des für manche Schüler anstehenden Nachzipfs zur Kenntnis. Denn, dass der Fünfer kaum mehr eine Rolle spielt, wie Brandsteidl behauptet, widerlegen die heute vom Stadtschulrat veröffentlichen Zahlen. Rund 17 Prozent der AHS-Schüler/innen (8500 von 50000) werden dieses Schuljahr mit einer oder mehreren negativen Noten abschließen. Entweder kann die Stadtschulratspräsidentin nicht abschätzen, was das für die Eltern und SchülerInnen bedeutet, oder sie ignoriert es bewusst. Beides steht einer Präsidentin des Stadtschulrates nicht gut an. Äußerungen von ihr wie etwa ‚Keep cool’, ein Nachzipf zipft jeden an’ sind entbehrlich und verdienen selbst ein Nicht genügend", so die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager.

Die Zeugnisverteilung am letzten Schultag spiegelt die Versäumnisse der Bildungspolitik der SP-Stadtregierung wider. "Würden in den Volks- und Hauptschulen endlich genügend Platz und Ressourcen zur individuellen Förderung bereitstehen, könnten die Schüler besser unterrichtet werden und der eine oder andere Fünfer vermieden werden", so Cortolezis- Schlager. "Wenn jeder vierte Lehrer, der vom Bund für den Hauptschul- und Volksschulbereich finanziert wird, von der Stadt Wien den Schulen vorenthalten wird, dann trifft die Stadt Wien zumindest eine Teilschuld."

"Würden die Mittel, die der Bund für Bildung zur Verfügung stellt, auch dort ankommen, wo sie hingehören, nämlich direkt in den Schulen, dann könnten wir auch garantieren , dass alle Jugendlichen dieser Stadt besser gefördert werden", ärgert sich Cortolezis-Schlager über versäumte Chancen. "Wien spart 107,5 Millionen Euro auf Kosten der Jugendlichen ein und reduziert damit die Möglichkeit drastisch, die Jugendlichen individuell zu fördern."

Aufstockung der Zahl von Kinder- und JugendpsychologInnen

Der Einsatz von SozialarbeiterInnen, Kinder- und JugendpsychologInnen in der Jugendwohlfahrt ist eine Aufgabe die eindeutig in der Landeskompetenz liegt, von der Stadt Wien aber nicht ausreichend finanziert wird. "Hier muss ein Umdenken und eine Aufstockung stattfinden, um den Jugendlichen die bestmöglichen Chancen zu gewähren", so die VP-Stadträtin. Weiters fordert sie die bundesweite Einführung von Bildungsstandards, die in den Nahtstellen der Bildung (Anm.: 3./7./11. Schulstufe) zu Schulbeginn evaluiert werden sollen und helfen würden, frühzeitig Förderbedarf aufzudecken und dadurch individuelle Lernerfolge zu sichern.

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