Staatssekretärin Silhavy: E-Government in Österreich ist eine Erfolgsgeschichte

Wien (OTS) - Staatssekretärin Heidrun Silhavy informierte heute gemeinsam mit Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter im Rahmen eines Pressegesprächs im Bundeskanzleramt über die bisherigen Erfolge des E-Government in Österreich. Im Mittelpunkt der Präsentation standen die erzielten Kosteneinsparungen in der öffentlichen Verwaltung, der konkrete Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger sowie der weitere Ausbau von E-Government.

"Österreich ist im Bereich E-Government Europameister", so die Staatssekretärin mit Blick auf den aktuellen EU-Vergleich: "Mit help.gv.at sind wir das erste Land mit einem umfassenden Bürgerportal auf allen Ebenen der Gebietskörperschaften. Österreich ist das erste Land mit einer elektronisch authentischen Publikation des Bundesrechts, mit einer flächendeckenden Ausgabe von Karten als Basis für elektronische Identität, mit einem elektronischen Akt auf der gesamten Bundesebene und einer umfassenden Registerzählung anstatt einer händischen Volkszählung. Diese Bilanz kann sich europaweit sehen lassen." Auch die Nutzung dieser Angebote sei einmalig:
"help.gv.at" verzeichne täglich rund 12.000 Aufrufe, wobei die Zugriffe innerhalb von zehn Jahren um das 20fache gestiegen seien. Das Rechtsinformationssystem "ris.bka.gv.at" weise 123 Millionen Abfragen jährlich auf. Es ermöglicht den Zugriff auf das gesamte Bundes- und Landesrecht.

Die Einführung des bundesweiten Elektronischen Aktes (ELAK) habe bereits deutliche Einsparungen in der Verwaltung bewirkt. "Die Erfahrungswerte im Bundeskanzleramt zeigen, dass die Durchlaufzeiten um bis zu 15%, die Papierkosten um bis zu 38% reduziert werden konnten. Durch den ELAK konnte die Nachvollziehbarkeit und Transparenz erhöht und das Wissensmanagement verbessert werden. Insgesamt gibt es etwa eine Million Elektronische Akten pro Jahr auf Bundesebene", sagte Silhavy.

"Im Regierungsprogramm sind wesentliche Zielsetzungen im Bereich E-Government enthalten, die wir weiter verfolgen und mit konkreten Maßnahmen umsetzen werden. Effizienz, Kundenorientierung und die Wahrung der Rechtssicherheit werden dabei im Mittelpunkt stehen", gab die Staatssekretärin einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Standards für Erledigungen der Behörden seien dabei ein wichtiges Element: "Es geht mir um Raschheit, Reduktion der Verfahrensdauer und Qualität der Leistung". Auch für die Wirtschaft sei die Umsetzung eines One-stop-shop Prinzips ein wesentlicher Standortfaktor.

Der Nutzen von E-Government müsse für jede Bürgerin und jeden Bürger klar erkennbar sein: "Jeder einzelne soll auf Gemeindeebene Zugang zu allen E-Government-Angeboten haben. Es wird flächendeckende und sichere elektronische Anlaufstellen geben. Bis 2009 soll jeder österreichische Haushalt mit einem Breitbandanschluss ausgestattet sein." Für die Jugend gäbe es bereits keine Barrieren mehr in der Anwendung digitaler Technologien. Silhavy sei es ein Anliegen, auch die ältere Generation für die Nutzung des elektronischen Angebots zu gewinnen: "Wir müssen älteren Menschen die notwenige Unterstützung bieten, damit auch sie vermehrt von digitalen Diensten profitieren", so die Staatssekretärin abschließend.

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
Tel. (01) 531 15 - 2830

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