Strache, Neubauer: Bundesregierung soll sich für Amnestie von Südtirol-Aktivisten einsetzen

Humanitäres Problem muss gelöst werden

Wien (OTS) - Durch die Widerstandshandlungen der Sechziger Jahre
sei der Durchbruch zu ernsthaften Autonomieverhandlungen geschafft worden, betonten heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache und der stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses für Südtirol NAbg. Werner Neubauer.

Den Frauen und Männern, die sich damals aktiv für Südtirol eingesetzt hätten, gebühre daher Anerkennung und ein ganz besonderer Dank, der auch eine Amnestie und die Aufhebung von Verbannungen sowie die Wiedererlangung der bürgerlichen Rechte der Personen einschließe, die im Zusammenhang mit dem Südtirol-Problem politisch verfolgt würden. Strache und Neubauer betonten, dass es sich hier nicht um ein politisches, sondern vor allem um ein humanitäres Problem handle, das es endlich zu lösen gelte. Italien weigere sich bisher, eine Amnestie für die im Exil lebenden Südtirol-Aktivisten auszusprechen. Bei diesen handle es sich durchwegs um Menschen im fortgeschrittenen Alter, deren Wunsch es wäre, in ihre Heimat Südtirol zurückkehren zu dürfen. Jahrzehntelang fern der Heimat leben zu müssen sei für die Betroffenen eine schwere Strafe, auch wenn sie die ihnen in mehr als fragwürdigen Prozessen auferlegten - oft lebenslänglichen -Gefängnisstrafen nie angetreten hätten. Italien müsste die Größe besitzen, einen Schlussstrich zu ziehen und nach über vierzig Jahren einen humanitären Akt für die Amnestierung der ehemaligen Südtirol-Aktivisten zu setzen.

Strache und Neubauer forderten sowohl den Bundespräsidenten als auch die Bundesregierung auf, sich auf diplomatischem Wege um eine Amnestie und die Aufhebung von Verbannungen sowie die Wiedererlangung der bürgerlichen Rechte der Personen einzusetzen, die im Zusammenhang mit dem Südtirol-Problem politisch bis heute verfolgt würden.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
Tel.: +43-664-44 01 629, karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005