Wirtschaftsstandort Österreich durch qualifizierte Fachkräfte sichern

Wien (FCG) - "Auf der einen Seite steht die Wirtschaft und auf der anderen Seite die Gewerkschafter/innen. Die Interessen beider sind höchst verschieden und für mich ist es wichtig, eine win-win Situation für beide zu finden und das ist möglich", so der Regierungsbeauftragte Egon Blum beim Bundesvorstand der Christgewerkschafter/innen.

Im Rahmen einer IBW-Studie wurde festgehalten, dass jährlich 1000 UNI/FH-Absolvent/innen in technischen Berufen fehlen. Das ist aber nur die eine Seite der Münze, denn auf der anderen Seite fehlen zahlreiche Fachkräfte, welche die Umsetzungskomptetenz in den Unternehmen garantieren.

"Und genau hier sind die Unternehmen gefragt. Wir brauchen in vielen Bereichen qualifizierte Fachkräfte, um weiterhin sagen zu können, dass es der Wirtschaft gut geht. Denn die Lösung mit den Fachkräften aus dem Ausland kann nur kurzfristig helfen, aber nicht mittel- bzw. langfristig", so Alfred Gajdosik, stellvertretender Vorsitzender der Christgewerkschafter/innen.

"Österreich wird von vielen Ländern um sein duales Ausbildungssystem beneidet und unsere Fachkräfte sind weltweit gefragt. Es muss uns gelingen, das Image der Lehre zu verbessern und unsere Jugendlichen davon überzeugen, dass es cool ist, eine Lehre zu machen", so Norbert Schnedl, der Chef der Christgewerkschafter/innen.

Die Zahl der 15-jährigen sinkt jährlich aufgrund des Geburtenrückgangs. In den politischen Überlegungen muss darauf geachtet werden, dass die Zahl der Lehranwärter/innen nicht sinkt und die der Schüler/innen steigt. "Wir brauchen den Qualifikationsmix zum Funktionieren der Wirtschaft. Neben dem Bereich der Forschung und Entwicklung müssen auch die qualifizierten Fachkräfte, welche die Praxiskompetenz garantieren, forciert werden, denn ohne diese funktioniert der Betrieb nicht, so Blum weiter.

"Die Betriebe müssen sehr bald mit dem Ausbilden von qualifizierten Fachkräften beginnen, da wir sonst in kürzester Zeit vor einem noch größeren Problem stehen", fordert Gajdosik die Betriebe abschließend zum Handeln auf.

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