Wiener Gemeinderat (4)

Geriatriezentren in Leopoldstadt, Favoriten und Meidling

Wien (OTS) - GR Marianne Klicka (SPÖ) sprach von einem "erfreulichem Anlass", denn vor drei Jahren seien die Grundlagen des Konzeptes vorgestellt worden. Seither sei viel geschehen und es gebe hervorragende Ergebnisse. Wien investiere in die Zukunft älterer Menschen enorm. Entgegen geäußerter Kritik liege das Wiener Geriatriekonzept vor, es umfasse mehr als 100 Seiten. Ziel könne es nur sein, älteren Menschen jene Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen. Wer will, soll auch zuhause im gewohnten Umfeld leben können. Wichtig seien in den Geriatriezentren zeitgemäße Standards. Wien gelinge es, leistbare Einrichtungen auch den MindestpensionistInnen zur Verfügung zu stellen. Zum Alltagsleben würden auch individuelle Wünsche gehören, daher sei es wichtig, dass es eine Nahversorgung und eine soziale Infrastruktur gibt. Wesentlich sei auch eine wohnliche Atmosphäre, die dazu führe, dass Angehörige oft und länger zu Besuch kommen.

Es sei vorauszusehen gewesen, dass der Anteil der über 65-Jährigen steigen werde und auch jener älterer Menschen, die 75 oder 80 Jahre alt sind, führte GR David Lasar (FPÖ) aus. Diese Entwicklung habe man lange gewusst, es seien jedoch nicht die erforderlichen Schritte gesetzt worden. Man brauche mehr als die vorgesehenen Pflegeplätze, auch private Anbieter sollten unterstützt werden. Er sprach sich dafür aus, das "Recht auf Pflege" in der Verfassung zu verankern. Lasar forderte die Gründung eines zweckgebundenen Fonds, den Start einer Ausbildungsoffensive für das Personal und einen Lehrstuhl für Geriatrie an der Medizinischen Universität Wien.

"Den Alltag leben", sei das Problem, bemerkte GR Mag. Waltraut Antonov (Grüne). Man versuche ihn nachzubauen, anstatt mit Betreuung, Hilfe und Unterstützung den realen Alltag älteren Menschen zu erleichtern. Es wäre nötig, das Thema zu enttabuisieren. Die Schaffung dreier neuer Heime wertete sie als Schritt in die richtige Richtung. Es sei bedauerlich, dass in der Geriatriekommission keine Diskussion stattfinde und auf Argumente nicht eingegangen werde. Wien fehle eine einheitliche Anlaufstelle, wo man alle Infos und Beratung erhält. Auch würden die Angehörigen zuwenig in die Planung eingebunden. (Forts.) ull/rr

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