PRÖLL: Umweltförderung mit klarem Fokus auf Klimaschutz

Österreichs Siedlungswasserwirtschaft wird durch Digitalisierung immer effizienter

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Kommissionssitzung zur Umweltförderung im In- und Ausland (UFI/UFA) sowie der heutigen Vergabesitzung für Förderungen in der Siedlungswasserwirtschaft wurden wichtige Weichenstellungen für den Klimaschutz und die Wasserwirtschaft vorgenommen. "Fast 90 Prozent der bewilligten Förderungsmittel kommen klimarelevanten Maßnahmen in Österreich zugute. Durch deren Umsetzung werden rund 121.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Mehr als die Hälfte der klimarelevanten Projekte entfallen auf den Bereich Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern. Damit können wir unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter reduzieren und den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft konsequent fortsetzen", so Umweltminister Josef Pröll.

Insgesamt wurden 401 inländische sowie zwei ausländische Projekte positiv bewertet. Dazu kommen weitere 17 Projekte, die zur Änderung vorgeschlagen wurden. Die umweltrelevanten Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 108,5 Millionen Euro. Der Förderbarwert liegt bei 24,4 Millionen Euro, die EU-Kofinanzierung liegt bei rund 79.000 Euro. 2007 wurden damit bereits 2.109 Projekte gefördert.

Das erfolgreiche und effiziente Förderungsinstrument der Umweltförderung im Inland soll ab 1. Juli auch für den Klima- und Energiefonds herangezogen werden, um dessen raschen Start sicherzustellen. Die Vergabe der Mittel erfolgt über die Kommissionssitzungen der UFI/UFA, die Genehmigung durch den Umweltminister.

Österreichs Kanalnetz immer besser ausgebaut

Einmal Wien-London und zurück - dieser Distanz entsprechen die 2006 im Rahmen der Siedlungswasserwirtschaft geförderten Kanäle und Wasserleitungen. Das sind knapp 2.300 Kilometer Kanal und über 700 Kilometer Wasserleitungen. Bei der heutigen Kommissionssitzung zur Siedlungswasserwirtschaft wurden über 580 Projekte aus den Bereichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung mit einem Investitionsvolumen von 156 Millionen Euro und einem Gesamtfördervolumen von rund 39,7 Millionen Euro genehmigt. Damit wird das Leitungsnetz für Abwasser und Wasser um weitere rund 670 km länger. Immer mehr Gemeinden und Verbände digitalisieren ihr Leitungsnetz, um künftig per Mausklick sämtliche Daten verfügbar zu haben. So wurden in dieser Sitzung auch 103 Anträge mit Katasterleistungen für rund 2.100 km Leitungen positiv begutachtet.
Im Hinblick auf die Finanzausgleichsverhandlungen, die in wenigen Wochen beginnen, werden gegenwärtig die erforderlichen Investitionskosten in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für den Zeitraum 2008 bis 2015 erhoben. Diese Kostenerhebung soll auch genutzt werden, um allgemeine Bestandsdaten und wirtschaftliche Eckdaten der Anlagen mitzuerfassen.

Aktuelle Förderungsrichtlinien, Erläuterungen sowie Informationen zum digitalen Leitungskataster können jederzeit unter www.public-consulting.at abgerufen werden. Das teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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