VP-Hoch zu Riesenrad-Vorplatz: Es droht ein Kulissenbau, der dieses Platzes nicht würdig ist

Umgehung des Fachbeirates ist "planerische Frechheit"

Wien (VP-Klub) - "Etwas verwundert" reagierte ÖVP Wien Planungssprecher LAbg. Alfred Hoch auf das angeblich neue (!!) Praterkonzept. "Bis auf ein paar Nuancen hat sich nichts gegenüber dem bereits vor sechs Wochen präsentierten Entwurf geändert." Es wurde im Geheimen gearbeitet und geplant, herausgekommen ist ein Kompromiss mit einigen wenigen Prater Unternehmen, die von diesem Konzept profitieren werden. Das Thema "Wien um 1900" wäre an sich, so Hoch, gut gewählt und mit urbanen Ideen der Ausgestaltung auch sicher ein Erfolg gewesen. "Jetzt droht es bloß ein Kulissenbau zu werden, der dieses Platzes nicht würdig ist", befürchtet Hoch.

Stadtrat Schicker entmachtet?

Zum Nachdenken animiere das Verhalten der Verantwortlichen. Der Fachbeirat für Stadtplanung und damit der Planungsstadtrat wurden nicht eingebunden und somit umgangen. "Gerade der Riesenradvorplatz ist ein Top-Spot in Wien, der behutsam entwickelt und geschützt werden muss", so Hoch. Daher sei die Umgehung des Fachbeirates für Stadtplanung eine "planerische Frechheit". Auch wenn Stadtrat Schicker meine, die Ausgestaltung des Riesenradvorplatzes sei eine Frage des Entertainments, halte er, so Hoch, fest, dass bei so einem Platz, der zu den meistfrequentierten der Stadt gehöre, sehr wohl die Experten des Fachbeirates um ihre Meinung bzw. Vorschläge gefragt werden sollten.

Die Vorgehensweise der Verantwortlichen lässt die Frage, ob Stadtrat Schicker entmachtet worden sei, logisch erscheinen. Wenn man sich zudem den Projektfahrplan genau ansehe, sei festzustellen, dass die Projektbetreiber schon drei Monate im Rückstand wären "Ich nehme zwar an, dass sich letztendlich unter Zuhilfenahme aller bautechnischen Tricks alles ausgehen wird, denke aber, dass sich der Wiener Parter so eine Husch-Pfusch-Aktion nicht verdient hat", so Hoch abschließend.

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