FP-Lasar: Demographische Entwicklung fordert neue Betreuungseinrichtungen

Einrichtung von Kompetenzzentren für Angehörige notwendig

Wien, 27.06.2007 (fpd) - Die demographische Entwicklung stellt
Wien vor neue Herausforderungen. Der Anteil der über 65-Jährigen wächst stetig an. Waren im Jahr 2006 noch rund 271.000 Wienerinnen und Wiener über 65 Jahre alt, werden es im Jahr 2020 bereits 314.000 Menschen sein. Auch die Zahl jener Menschen, die älter als 75 und älter als 85 Jahre alt sind, wird signifikant steigen. Dadurch wächst der Bedarf an Pflege- und Betreuungseinrichtungen, so heute Gemeinderat LAbg. David Lasar im Zuge der laufenden Gemeinderatsitzung.

Die Stadt Wien gibt derzeit jährlich rund 680 Millionen Euro für ambulante und stationäre Pflege und Betreuung aus. Das vielfältige Angebot reicht im ambulanten Bereich von Heimhilfe, medizinischer Hauskrankenpflege, über Essen auf Rädern bis hin zu Tageszentren für Seniorinnen und Senioren. Im stationären Bereich gibt es ein Angebot von rund 8.500 Pflegeplätzen, die regionale Verteilung der Plätze ist jedoch unausgewogen und die Häuser entsprechen zum Teil nicht mehr zeitgemäßen Wohnstandards und den hohen Anforderungen des Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetzes, so Lasar.

Es gibt Wohnbezirke in Wien die im Pflegebereich unterversorgt sind. Die FPÖ fordert daher ein Pflegekonzept für Wien um eine optimale und regional ausgewogene Versorgung mit Pflegeplätzen sicherzustellen. 6 neue Geriatriezentren werden bis 2015 von der Stadt Wien errichtet. Für die FPÖ ist dies - in Anbetracht der Schließung des Geriatriezentrums Wienerwald (Lainz) - zuwenig denn alleine mit der Schließung des GZW verliert die Stadt Wien 1.600 Betten und die demographische Entwicklung zeigt, dass die Wienerinnen und Wiener immer älter werden, meint Lasar.

Auch die Bedürfnisse und Erwartungen der pflegenden Angehörigen orientieren sich zum Großteil an ihren pflegebedürftigen Angehörigen selbst. Pflegende Angehörige sehen sich gerade am Beginn ihrer "Pflegekarriere" damit konfrontiert, dass es schwer möglich ist, hilfreiche Informationen zu erhalten, die ihnen die Pflege erleichtern können und sind dadurch sehr oft überfordert. Selbst wenn professionelle Helfer im Spiel sind, ist nicht immer gewährleistet, dass Angehörige die Information erhalten, die sie benötigen. Die FPÖ fordert daher die Einrichtung von Kompetenzzentren für Angehörige, die ihre Verwandten zu Hause pflegen, so Lasar abschließend. (Schluss)paw

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0006