ÖVP Wien: Kindergärten zu Bildungsgärten machen

Wien muss rasch handeln

Wien (VP-Klub) - "Nur wer Qualität sät, der wird sie auch ernten können - dies gilt auch für die Kindergärten in Wien", stellt ÖVP Wien Gemeinderätin Monika Riha plastisch die Versäumnisse der Stadt in punkto Kindergärten dar.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherstellen zu können, bedarf es ausreichender und vor allem qualitativ hochwertiger Kindergartenplätze. Davon gäbe es in Wien allerdings zu wenig.
"In manchen neuen Stadtteilen Wiens haben zwei Drittel der angemeldeten Kinder keine Chance auf einen Kindergartenplatz. Da ist es für Eltern wenig hilfreich, wenn sie erfahren, dass in dieser Stadt 93% bzw. 51% der Kinder, je nach Altersgruppe, einen Platz bekommen", hält Riha fest. "Im Übrigen liegt laut Statistik Austria das Betreuungsangebot in Wien für unter 3 jährige bei 22%", so die VP-Wien Gemeinderätin.
Daher fordert Riha die Stadt Wien auf, die Versorgungsquote mit Betreuungsplätzen für unter 3jährige Kinder von derzeit 22 Prozent bis Ende 2010 auf 40 Prozent anzuheben. "Durch die Neuregelung des Kinderbetreuungsgeldes wird sich die Situation noch verschärfen, daher muss rasch gehandelt werden, vor allem im Bereich der unter 3jährigen", fordert die VP-Wien Gemeinderätin.

Wienweiter Bildungsplan für alle Kindergärten fehlt

Dem Kindergarten kommt aber auch noch eine andere wichtige Aufgabe zu - nämlich
Kinder ihren persönlichen Begabungen und Talenten entsprechend zu bilden und zu fördern.
"Wer Kindergärten unter Bildung auf der Webseite wien.at sucht, wird sie dort nicht finden. Wenn aber Bildung im Kindergarten ernst genommen wird, dann muss man ihr auch den notwendigen Platz einräumen", hält Riha fest.
Sie fordert: "Wir brauchen dringend vergleichbare Bildungsqualität für Kindergärten in ganz Wien, und das ist nur mit der Schaffung von allgemein gültigen Mindeststandards und einem Wien-weiten Bildungsplan möglich. Dieser muss für alle Wiener Kinder gelten und nicht nur für 50% in den städtischen Kindergärten."

VP-Anger-Koch: Mehr Flexibilität

Ihre Kollegin LAbg. Ines Anger-Koch, Familiensprecherin der ÖVP Wien, pflichtet ihr bei.
Sie sieht besonderen Handlungsbedarf, was die Flexibilisierung der Öffnungszeiten der Kindergärten in Wien anbelangt. "In Wien haben wir eine Scheidungsquote, die bereits bei 65% Prozent liegt, wie sollen alleinerziehende Mütter und Väter Kind und Job vereinbaren?", fragt sich Anger-Koch.
Weiters fordert sie, dass das letzte Kindergartenjahr gebührenfrei angeboten werden muss. "Auch das Tarifsystem muss neu geregelt werden. Ein Kindergartenplatz in Wien kostet im Monat nur unwesentlich weniger als die Studiengebühren für ein Semester. Das ist grotesk", so die VP-Familiensprecherin.

"Wir werden sicher nicht aufhören, uns für die Kinder und deren Eltern in Wien einzusetzen", und an die Stadt Wien gerichtet, "Säen Sie Qualität und handeln Sie rasch, denn Investitionen in die Kindergärten sind Investitionen in die Zukunft", fordern Riha und Anger-Koch.

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