VP-Korosec: Mobile Pflege wird in Wien weiterhin nicht ausgebaut

Geriatriekonzept der Wiener SPÖ beschränkt sich auf Neubau von Pflegeheimen

Wien (OTS) - "Die Wiener ÖVP wird den im Gemeinderat zur Debatte stehenden Bau von drei Geriatriezentren in Wien zustimmenden", kündigt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Kororsec an. Grund dafür sei einzig der Paradigmenwechsel der Wiener SPÖ, dass Ein- und Zwei-Bett-Zimmer der Standard in Pflegeheimen sind, der laut SPÖ nun auch in Wien eingehalten werden soll.

"Aber geriatrische Krankenhäuser, die auf die hochmedikalisierte Pflege spezialisiert sind, können nur ein Teil eines umfassenden, dem modernen Menschen gerechten Systems sein", kritisiert Korosec, das Versagen der roten Stadtregierung, endlich die ambulante und mobile Pflege auf ein ausreichendes Ausmaß in Wien auszubauen. Heute verfüge Wien noch nicht über ein bedürfnisgerechtes, differenziertes Angebot für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen, so Korosec. Daran könne auch das ’dünne’ Wiener Geriatriekonzept der SP-Stadtregierung, das lediglich neue Pflegeheime vorsieht, nichts ändern. ’Ambulant vor Stationär’ bleibe weiterhin leere Ankündigungen der Stadträtin Wehsely.

Zukunft der Pflege sind mobile Betreuung und wohnortnahe Grätzelpflegehäuser

"Die Zukunft der Pflege und Betreuung älterer Menschen liegt aber in der mobilen Betreuung in den eigenen vier Wänden, in betreuten Wohnformen und kleinen Grätzelpflegewohnhäuser", betont Korosec. "Unter wohnortnahe Grätzelpflegewohnhäuser versteht die ÖVP Wien Häuser mit 60 bis Maximal 100 BewohnerInnen", konkretisiert Korosec die VP-Forderung.

Wohnortnahe Pflegehäuser sichern sozialen Kontakt der älteren Menschen

"Wohnortnahe Pflege und Betreuung sichert für die älteren Menschen den Erhalt der sozialen Kontakte mit Freunden, Bekannten, Verwandten und ihren Familien", so Korosec weiter. "Und für diesen Aufbau braucht es einen umfassenden Geriatrieplan für Wien", fordert Korosec und bringt einen diesbezüglichen Beschlussantrag im Wiener Gemeinderat ein.

"Derzeit gibt es unglaubliche Mängel in der mobilen Pflege in Wien. Die mobilen Pflegedienste leisten zwar ausgezeichnete Arbeit, stehen aber zeitmäßig unglaublich unter Druck", kritisiert Korosec. Sie sind aus zeitökonomischen Gründen gezwungen, von einem zum anderen Menschen mit Betreuungsbedarf zu hetzen. Die Möglichkeit zuzuhören bleibe auf der Strecke, obwohl die Pflegekraft oft der einzige Kontakt zur Außenwelt ist. Hier gilt es rasch tätig zu werden", appelliert Korosec abschließend an Gesundheitsstadträtin Wehsely.

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