Ein neuer Platz für den Prater

Baubeginn für das Projekt Riesenradplatz

Wien (OTS) - Gemeinsam mit Investoren, Finanziers und Projektträgern stellte Vizebürgermeisterin Grete Laska gestern, Dienstag, die Planungen für das Projekt Riesenradplatz im Prater vor. PraterunternehmerInnen, die vor der Umplanung im Bereich vor dem Riesenrad tätig waren, wie Hr. Petritsch, Betreiber des Riesenrads, Hr. Buchmayer, Betreiber der ehemaligen Freizone, Fr. Sulzer der (Sulzer Handels GmbH) und Herr Kny, der u.a. einen Wellenflieger im Prater betreibt, haben bekräftigt, dass sie sich auch beim geplanten Projekt engagieren werden. Der neue Platz wird dazu beitragen, dass BesucherInnen des Praters freundlicher empfangen werden und alle wichtigen serviceorientierten Einrichtungen beim Zugangsbereich finden.****

Die Zukunft der Freizeitindustrie hat im Prater begonnen

Themenparks wie der Prater sind Kultureinrichtungen die Spaß machen, und mit den Geschichten, die sie erzählen, eine breite Zielgruppe ansprechen. Und sie machen diese Geschichten zu Erlebnissen, indem sie Menschen abseits des Alltags und fern von ihren täglichen Sorgen daran teilnehmen lassen. Themenparks bauen auf der Tradition und der Magie der alten Künste auf, der Prater setzt diese professionell und erfolgreich fort. Der Prater war immer schon vorne dabei, wenn es um Entwicklungen in der Freizeitparkindustrie ging. Die für Freizeitparks typische Führung der BesucherInnen entlang einer Achterschleife, die erste strombetriebene Grottenbahn und andere Experimente und Attraktionen sind Beispiele dafür. Zielsetzung ist es, aufbauend auf dieser Tradition (der Prater ist über 240 Jahre alt und der zweitälteste Vergnügungspark der Welt, der noch in Betrieb ist), den nächsten Schritt zu setzen: Eine wichtige Maßnahme ist die Neugestaltung und Attraktivierung der Zugangsbereiche.

Projekt Riesenradplatz:

Am 29. November 06 wurde im Gemeinderatsausschuss der Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Information und Sport mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ der Entschluss zur Neugestaltung des Eingangsbereichs in den Prater vom Praterstern her gefällt. Die Vorarbeiten für das Projekt bzw. teilweise auch Detailplanungen wurden u. a. mit jenen PraterunternehmerInnen verhandelt, die bestehende Verträge hatten. Insgesamt 9 BetreiberInnen waren zu Projektbeginn auf dem Platz vertreten und wurden im Zuge der Projektierung berücksichtigt. Sechs davon werden auch auf dem neuen Riesenradplatz vertreten sein, andere auf anderen Flächen im Prater.

Projektbeschreibung

Nach den Vorgaben der von Emmanuel Mongon festgeschriebenen Leitlinien für den Prater sollte ein Eingangsbereich in einen Freizeitpark u.a. folgende Funktionen erfüllen:

o Serviceeinrichtungen (z.B. Schließfächer, Prater- Information, Sanitäreinrichtungen) für BesucherInnen Shops o ganzjährig geführte Gastronomie (Wien-typisch) o Platz mit hoher Empfangsqualität d.h. - BesucherInnen sollen das Gefühl haben, in eine andere Welt einzutauchen (thematische Schwerpunktsetzung "Wien um 1900" in wichtigen Bereichen des Praters) - BesucherInnen sollen motiviert werden, auch weiter in den Prater hinein zu gehen und andere Angebote zu nutzen - Platz bietet Raum für Veranstaltungen bzw. ist Ausgangspunkt für Veranstaltungen

Die Planungen für den Riesenradplatz sehen all das vor, zusätzlich wird für neue Attraktionen Raum geboten. Derzeit laufen die Gespräche bzw. Planungen mit den zukünftigen NutzerInnen - die Präsentation der einzelnen Projekte erfolgt je nach Projektstand.

Mit einer Grundfläche von rund 2.500 m2 ist der neue Platz wesentlich größer als die derzeit zur Verfügung stehende Freifläche. Der Platz, der einen dem Michaelerplatz vergleichbaren Durchmesser (ca. 60m) hat, ist von Gebäudeteilen umgeben, deren erforderliche Höhe vom Bühnenbild bestimmt ist - die dahinterliegenden Häuser auf der Ausstellungsstraße sollen vom Platz aus ausgeblendet sein. Die Sichtachse, die derzeit im Bereich der Straße des Ersten Mai besteht, wird auch nach der Neugestaltung erhalten bleiben, eine weitere Sichtachse im Bereich Gabor Steiner-Weg wird neu definiert.

Vier neue Gebäudeteile mit einer Bruttogeschoßfläche von rund 16.000 m2 schaffen eine Verbindung vom Riesenrad über einen Teil des früheren Parkplatzes bis hin zu den Bereichen, die direkt zwischen Ausstellungsstraße und Straße des Ersten Mai liegen.
Der Bauteil A ist direkt mit dem Riesenrad verbunden, hier sind die Servicebereiche: Sanitäre - Locker - Sanitätsraum sowie eine Eisdiele, Kleingastronomie, Trafik und ein Shop vorgesehen. Mit dem Brückenbaukörper wird eine eindeutige Zugangssituation geschaffen. Damit wird auch erreicht, dass die BesucherInnen des Praters nicht nur optisch sondern auch akustisch in eine andere Wirklichkeit eintauchen können, die hier beginnt.
In Bauteil C werden eine Qualitätsgastronomie im Erdgeschoß und weitere bespielbare Flächen im Obergeschoß errichtet. Der Bauteil ist zur Gänze unterkellert, wo u.a. die Allgemeintechnik untergebracht ist.

Im Bauteil 1/5 werden ebenfalls Flächen für Erlebniseinrichtungen und Veranstaltungen errichtet. Den Abschluss im Osten bildet ein vom restlichen Objekt baulich getrenntes Gebäude.

BesucherInnen des Praters werden vom Praterstern her direkt über einen 12 m breiten Weg geleitet, der direkt in die Welt des Praters führt. Der Platz ist bereits von außen einsehbar und man bekommt bereits im Vorbeifahren oder -gehen Lust auf den Prater. Auch die Möglichkeit, einen Blick von oben auf den Platz zu werfen, ist neu.

Projektträger

Das Projekt wird von der Riesenradplatz ErrichtungsGesmbH, einer 100%-Tochter der stadt wien marketing und prater service gmbh durchgeführt, die Firma Explore 5D wurde mit der Detailplanung und Umsetzung des Bauvorhabens beauftragt. Laut Gemeinderats-Beschluss wird das Projekt von der Stadt Wien mit 15 Millionen Euro mitfinanziert. Der Rest wird über erwartete Einnahmen im Zuge des Projekts refinanziert. Die Gesellschaft errichtet die Gebäude und übernimmt die in Abstimmung mit den Unternehmen vorgeschlagene Außengestaltung, die zukünftigen MieterInnen stimmen ihre Innenraumgestaltung ebenfalls mit Explore 5D ab. Damit kann unter Zusammenarbeit aller Kräfte ein stimmiges Gesamtkonzept umgesetzt werden.

Neben der öffentlichen Hand investieren auch private Investoren bzw. Projektbetreiber in Angebote auf dem neuen Platz, u.a. auch PraterunternehmerInnen, die sich an dem Projekt beteiligen.

Die Finanzierung der Neugestaltung des Riesenradplatzes erfolgt durch die Kommunalkredit und die Investkredit-Tochter Immoconsult, die beim Pressegespräch durch Hrn. Mag. Vigl und Hrn. Mag. Lintner vertreten waren.

BesucherInnen-Infomation

Die Abbrucharbeiten von bestehenden Gebäuden im Zugangsbereich vom Praterstern her haben vor wenigen Tagen begonnen. Wenn die bestehenden Einrichtungen abgetragen sind, wird mit dem Neubau begonnen: Die Bauteile, deren Bau je nach Bauabschnitt bis Ende August begonnen wird, sind Zweckbauten aus Stahlbeton und sollen bis Ende 07 im Rohbau fertig sein. Parallel dazu werden der Innenausbau und die äußere Gestaltung geplant. Die Eröffnung soll im April 2008 erfolgen.

Der Besuch des Praters ist natürlich während der gesamten Baustellenzeit uneingeschränkt möglich. Die BesucherInnen werden an der Baustelle vorbei geführt und sind eingeladen, die bestehenden Attraktionen zu erkunden. FußgängerInnen von der Venediger Au kommend erreichen den Wurstelprater während der Bauzeit entweder über den Praterstern oder über den Präuscherplatz. Vom Praterstern her werden sie um den Bauzaun herum auf den Gabor Steiner Weg und zum Riesenrad geführt und nach der Baustelle wieder auf die Straße des Ersten Mai in den Prater hinein.

Um den Ablauf möglichst friktionsfrei zu gestalten hat die Riesenradplatz ErrichtungsgesmbH eine Info-Telefonnummer eingerichtet: +43 1 729 2000.

Parkmöglichkeiten:

Der Busparkplatz beim Praterstern wurde verlegt und der vorderste Bereich entlang der Ausstellungsstraße wurde abgetragen, um eine Neugestaltung dieses für den Prater wichtigen Zugangsbereichs durchführen zu können.

Derzeit bieten sich den BesucherInnen des Praters folgende Parkmöglichkeiten:

o PKW - Zufahrt über Waldsteingartenstraße/ Eduard-Lang-Weg (Tarif: 1 Euro/Stunde) o PKW/ Busse über Zufahrt Ausstellungsstraße/Tiefweg (Tarif: PKW 4 Euro pro Tag; Busse 5 Euro pro Tag; von 23.00 bis 9.00 Uhr 15 Euro) o PKW / Busse über Austellungsstraße/ Messestraße bzw. Perspektivstraße (Sondertarif während des Sommers: Parkhaus und Parkplatz A von 1.6. bis 9.9.07: Euro 1,20/ Stunde bzw. mehr unter www.messe.at/)

Die nächsten Schritte

Derzeit erfolgt die Finalisierung der Verträge mit den zukünftigen Nutzern sowie die Detailplanung in enger Kooperation mit den Nutzern. Die einzelnen für die Zukunft geplanten Attraktionen werden sukzessive präsentiert. (Schluss) eg

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Eva Gaßner
Mediensprecherin Vbgm. Grete Laska
Tel.: 4000/81 850
E-Mail: ega@gjs.magwien.gv.at

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