Darabos zu Eurofighter: Erreichbares Maximum herausverhandelt

SP-Minister fordern Verwendung im Bereich Bildung

Wien (SK) - "Ich werde heute mit EADS im Anschluss an den Ministerrat den Sack zu machen", stellte Verteidigungsminister Norbert Darabos am Mittwoch vor dem Ministerrat fest. "Wir haben einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet, der sich im Ausmaß von vierhundert Millionen Euro bewegen wird." 90 Prozent der Einsparungen, so Darabos, werden sofort wirksam. Darabos geht davon aus, "dass die ÖVP bereit ist, meinen Verhandlungserfolg mitzutragen". Auf Journalistenfragen, wo die eingesparten Summen investiert werden sollten, nannten die SPÖ-Minister vor dem Ministerrat einhellig den Bildungsbereich. "Der Bereich Bildung hat sich eine Offensive verdient", erklärte etwa Infrastrukturminister Werner Faymann. ****

"Ich glaube, dass das Maximum, das ich herausverhandeln konnte, herausverhandelt ist. Nennen Sie mir einen Minister, der sechs Milliarden Schilling für die Republik Österreich eingespart hat", zeigte sich Darabos zufrieden. "90 Prozent des Potenzials sind Einsparungen, die sofort wirksam werden. Die restlichen zehn Prozent sind Einsparungen, die wir über die Betriebskosten lukrieren können", kündigte der Verteidigungsminister an. Die Verhandlungen über die Betriebskosten, so Darabos, seien besonders schwierig gewesen, da die alte Regierung hier "nicht besonders geschickt verhandelt hat", so Verteidigungsminister Darabos.

Mit Eurofighter habe man ausverhandelt, dass es ein Einsparungsvolumen von 370 Millionen Euro gebe. "Und dann gibt es noch einige andere Dinge, die vielleicht für die Republik Österreich noch zum Positiven schlagend werden können, aber das ist eine Frage meines Verhandlungsgeschickes und der gesamten österreichischen Bundesregierung, inklusive des Finanzministers", erklärte Darabos. Zum Vorwurf, dass sich die ÖVP "uninformiert" fühle, entgegnete Darabos, dass er den Vizekanzler laufend von seiner Vorgehensweise informiert habe, das letzte Mal etwa vergangenen Samstag.

SP-Minister fordern Bildungsoffensive

Infrastrukturminister Werner Faymann fordert wie Bildungsministerin Claudia Schmied und Frauenministerin Doris Bures, dass ein Teil des eingesparten Geldes für den Bereich Bildung verwendet wird. So betonte Bildungsministerin Schmied, dass eine zusätzliche "Investition in Kinder und Ausbildung" gut aufgehoben, sei. (Schluss) gd

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