Brandsteidl zum Schulschluss in Wien

Wien (OTS) - "Am Freitag ist der letzte Schultag in Wiens Schulen. Alle 220.000 Wiener Schüler und Schülerinnen haben sich schöne Ferien verdient. Denn wer ein ganzes Schuljahr gearbeitet hat, der darf auch mal in Ruhe ausspannen. Mein Tipp für alle Kinder und Jugendlichen daher: Die kommenden Wochen relaxen und den Kopf mal so ordentlich 'auslüften'", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen einer Pressekonferenz heute fest.

Fakten zum Schulschluss

Der Schulschluss bedeutet für die meisten SchülerInnen auch ein positives Zeugnis, der Großteil von ihnen wird keine negative Note bekommen. Generell stellt sich die Situation wie folgt dar:

o In Volksschulen und Hauptschulen spielt der "5er" kaum eine Rolle. o 83 Prozent aller AHS- und BMHS-SchülerInnen sind positiv, ca. 8 Prozent haben ein und 9 Prozent zwei oder mehr Nicht genügend. o Ca. 8.500 AHS-SchülerInnen (1. bis 7. Klassen) von insgesamt ca. 50.000 haben einen oder mehrere "Fleck" bekommen. o Mädchen sind etwas besser, ca. 85 Prozent von ihnen haben keine einzige negative Note. o Interessant der Vergleich nach Unterrichtsfächern: In der AHS sind die klassischen "5er"-Fächer noch immer Mathematik sowie die erste lebende Fremdsprache; in den BMHS rangieren an der Spitze der "5er"-Hierachie die jeweiligen ausbildungsspezifischen Unterrichtsfächer (z.B. Rechnungswesen, Datenbanksysteme etc.).****

Rat und Tat . Was tun bei einem "5er"?

Um all jenen, denen ein weniger erfreuliches Zeugnis blüht, am Zeugnistag mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können, bietet der Stadtschulrat gleich ein doppeltes Service an. Für allgemeine Fragen gibt es kompetente Infos in der Schulinfo Wien, Telefon:
01/52525/7700. Für alle Probleme und Fragen psychologischer Art ist der Schulpsychologische Dienst des Stadtschulrats am Zeugnistag bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 01/52525/77505 erreichbar.

Brandsteidl hierzu: "Keep cool! Keine Frage: Ein Nachzipf zipft jeden an. Andererseits sollte man aber vermeiden, daraus ein zu großes Drama zu machen. Unabhängig wie das Zeugnis ausgefallen ist, sollen Eltern ihr Kind erleben lassen, dass sie es lieben. Nach einer gewissen Erholungszeit, in der "Schule" kein Thema ist, sollen sich Eltern von ihren Kindern erklären lassen, wie sie im neuen Schuljahr lernen und auf Prüfungen vorbereiten wollen. Das fördert die Selbständigkeit und kann auch zu einem Lernvertrag zwischen Eltern und ihren Kindern führen."

Ähnlich - so Brandsteidl - laute die Empfehlung der SchulpsychologInnen für jene Kinder, die im Herbst mit der Schule beginnen oder in einer andere Schule wechseln: "Eltern können viel zu einem guten Schulstart beitragen. Dabei ist es die wichtigste Aufgabe der Eltern, dass sie ein offenes Ohr für ihre Kinder haben. Wichtig auch: Die gute Eltern-Kindbeziehung darf nicht von Noten in der Schule abhängig gemacht werden. Vor allem Kinder in der Grundschule lernen nämlich nicht für das Leben oder für sich, sondern für die Menschen, die sie lieben und denen sie eine Freude bereiten wollen!"

Für den Übertritt von der Volksschule in den Mittelstufenbereich empfahl sie insbesondere, die Kinder durch Gespräche und Hilfestellungen für folgende Veränderungen zu rüsten:

o neue Klassenkameraden - neue Klassengemeinschaft o Umstellung auf das Fächersystem, Unterricht durch Fach-Lehrer o Neue bzw. andere Unterrichtsgegenstände o Notwendigkeit, auf eine andere Art zu lernen o Umstellung auf einen neuen Lebensrhythmus

Matura 2007 - erste Bilanz

Jenen ca. 7.500 SchülerInnen, die gerade ihre Reifeprüfung absolviert haben, wünschte Brandsteidl "alles Gute auf ihrem weiteren Berufs- und Lebensweg". Zwar würden noch keine Zahlen für die Matura 2007 vorliegen, doch hochgerechnet aus den Zahlen des Vorjahres sowie Rückmeldungen aus den Schulen in den letzten Wochen, ergebe sich folgendes Bild:

o 90, 6 % haben die Reifeprüfung bestanden o 9, 4 % haben die Reifeprüfung beim ersten Termin nicht bestanden o 17,3 % haben die Matura mit ausgezeichnetem oder guten Erfolg bestanden o wiederum knapp besser die Mädchen: 91,1 % haben bestanden.

Schule in den Ferien

Als bestes Beispiel dafür, dass zwar die Kinder, aber nicht das gesamte Schulwesen in den nächsten Woche "auf Urlaub" gehe, bezeichnete Brandsteidl die von ihr initiierten Sommerakademien: "Von der Erstellung eines Internet-Animationsfilms über 3D-Modellieren bis hin zu Naturwissenschaften im Kochtopf und Wan Tan - das Spektrum der Themen, die in den Wiener Sommerakademien 2007 von den Kindern und Jugendlichen erarbeitet werden, ist vielfältig und spannend. Die Idee der Sommerakademien basiert auf folgenden Prinzipien: Lernen muss Freude machen, die Neugierde der Kinder muss erhalten bleiben und Spaß und Spiel dürfen nicht zu kurz kommen. Mit den Sommerakademien bekommen unsere Kinder die Chance, selbst zu forschen, zu experimentieren und hierdurch neues Wissen zu erwerben."

Die "Wiener Sommerakademien" im Detail

o 3. Wiener Sommerakademie für die Sekundarstufe 1 Zeit: 2. bis 6. Juli 2007 Veranstalter: Wiener Jugendrotkreuz in Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien/Begabungsförderungszentrum.

Inhalt: Kurse zu Themen wie "Feuer, Wasser, Erde, Luft - Der blaue Planet aus Sicht der Chemie", "Robotix - Einführung in den Roboterbau", "Zeitreise in die Antike", "Webdesign - Mach dir deine eigene Homepage", "Biologie/Mineralogie - Die Welt des Zwergenkönigs Alberich" u.v.m.

o Wan Tan für die Grundschule Zeit: 30. Juli bis 3. August 2007 Veranstalter: Wiener Kinderfreunde in Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien/Begabungsförderungszentrum.

Inhalt: Unter dem Titel "Wan Tan" wird Kindern heuer erstmals eine ganzheitliche Projektwoche mit fernöstlichem Flair geboten. Die Angebote reichen von Geheimschriften-Lernen, über "Wan Tan-Kochen", die Papyrus- bzw. Tusch-Herstellung bis hin zu "Spiel, Schach, Go", Qi-Gong und Yoga.

o Naturwissenschaften im Kochtopf - für die Grundschule Zeit: 6. bis 10. August 2007 Veranstalter: Wiener Kinderfreunde in Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien/Begabungsförderungszentrum.

Inhalt: Workshops, die den Zusammenhang zwischen Naturwissenschaften und täglichem Leben veranschaulichen (z.B. "Wie kocht man ein Ei ohne Herd?" oder "Wie trennt man Salz und Pfeffer wieder?"). Experimente, die zeigen, dass Küche und Kochen ohne Physik, Biologie oder Chemie nicht denkbar sind.

o 2. Wiener Sommer-TECHNIK Akademie - für die Sekundarstufe 1 Zeit: 27. bis 29. August 2007 Veranstalter: Wiener Jugendrotkreuz in Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien/Begabungsförderungszentrum.

Inhalt: Workshops zu Themen wie "PC-Tuning und Eigenbau . Hardware-Ärger: Schluss damit!", "3D-Modellieren", "Du führst Regie! Einen Internet Animationsfilm erstellen" oder "Automatisierung - Der Weg zum Mechatroniker" u.v.m.

o 4. Wiener Sommerakademie für die Grundschule Zeit: 20. bis 24. August 2007 Veranstalter: Wiener Jugendrotkreuz in Kooperation mit dem Stadtschulrat für Wien/Begabungsförderungszentrum.

Inhalt: Ob "Navigieren lernen wie Kapitän Cook" oder eine "Reise in den Garten der Diana", ob Mathematiktricks oder ein spannendes "Spurensuchen" - bei diesem Klassiker der Wiener Sommerakademien kommen die Kids voll auf ihre Kosten. Ziel ist es, die Neugierde von VolksschülerInnen auf Naturwissenschaften zu befriedigen und ihnen selbsttätiges Erarbeiten und Experimentieren zu ermöglichen. (Schluss) ssr

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