NÖGKK gibt 1,5 Mrd. Euro für Gesundheit aus

Generalversammlung der NÖ Gebietskrankenkasse beschloss Rechnungsabschluss 2006

St. Pölten (OTS) - 1,581 Mrd. Euro betrug das Budget der NÖ Gebietskrankenkasse im Jahr 2006. Der größte Teil, konkret 1,504 Mrd. Euro, ist für die Versicherungsleistungen der Kunden aufgewendet worden. Damit wurde abgesichert, dass jeder Anspruchsberechtigte jene medizinischen Behandlungen bekommt, die er benötigt. Die gesamte Verwaltung und Kundenbetreuung kostete nur 2,6 % des Budgets. Die NÖGKK konnte die Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent senken.

Die Generalversammlung der NÖGKK beschloss am 27. Juni 2007 den Rechnungsabschluss des Vorjahres mit einem Bilanzverlust von 29,8 Mio. Euro. Vor allem die Beitragseinnahmen lagen mit 1,290 Mrd. Euro deutlich unter den Leistungsausgaben. Dazu NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter: "Das Finanzloch betrifft nicht nur die NÖGKK allein, sondern ist ein Systemproblem, das vor allem durch politische Entscheidungen bisher nicht gelöst wurde. Es wurden nur Entscheidungen gefällt, die die Gebietskrankenkassen in wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten weiter ausbluteten. Die Bilanz: Das Defizit aller Gebietskrankenkassen betrug 2006 167 Mio. Euro." Auch gesetzliche Änderungen trugen wesentlich zu dieser negativen Entwicklung bei. So wurden die KV-Beiträge für die Arbeitslosen deutlich reduziert. Allein diese Regelung kostete uns im Vorjahr 17 Mio. Euro. Weitere Belastungen fürs Budget: Durch den nur teilweisen Ersatz der nicht abziehbaren Vorsteuer z. B. auf Medikamente verliert die NÖGKK pro Jahr 15 Mio. Euro, beim Wochengeld werden nur 70 % ersetzt, wodurch weitere 16 Mio. Euro fehlen. "Wir fordern, dass diese Ungerechtigkeiten beseitigt werden - dann hätten wir kein Defizit, sondern könnten sogar über neue Leistungen reden."

Darüber hinaus hat gerade die NÖGKK mit speziellen Strukturproblemen zu kämpfen, nämlich mit unterdurchschnittlichen Beiträgen und einer unerfreulichen Entwicklung des Versichertenstandes. Hutter: "Die großen Unternehmen melden ständig Rekordgewinne, aber die Löhne und Gehälter, von denen unsere Beitragseinnahmen abhängen, halten nicht Schritt. Und NÖ ist laut AK-Einkommensanalyse im Vergleich zu unseren Nachbarn Oberösterreich und Wien ohnehin ein Niedriglohnland."

Bezüglich Versichertenstruktur steht die NÖGKK vor der speziellen Problematik eines überdurchschnittlich hohen Pensionistenanteils (mit einer Unterdeckung der Beiträge zu den Leistungsausgaben von 413 Mio. Euro). "Dieser Strukturnachteil der NÖGKK sollte durch den Ausgleichsfonds abgegolten werden - dieser ist jedoch mangels finanzieller Ausstattung dazu nicht in der Lage!"

Selbstverständlich wird die NÖGKK auch weiterhin den Leistungskatalog im gewohnten Ausmaß für ihre Versicherten zur Verfügung stellen. Der von der Generalversammlung beschlossene Rechnungsabschluss wies allein für ärztliche Hilfe Ausgaben von 388 Mio. Euro, für Anstaltspflege und Hauskrankenpflege 400 Mio. Euro und für Heilmittel 376 Mio. Euro aus. Hutter: "Wir geben allein für diese drei Bereiche täglich über drei Millionen Euro aus."

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