Haimbuchner: Eurofighter: Langfristig keine Einsparung

Wien (OTS) - "Die Einigung, welche gestern durch Minister Darabos bekannt gemacht wurde, wird langfristig keine Einsparungen bringen", sagte gestern FPÖ-NAbg. Dr. Manfred Haimbuchner. "Die neuerliche Reduktion von 18 auf 15 Eurofighter stellt eine weitere Einschränkung der Luftraumüberwachung dar, sodass der Aufwand bei der Beschaffung des Systems Eurofighter im krassen Widerspruch zum Nutzen steht, den die Republik dabei hat.
Die Beschaffung eines anderen Abfangjägersystems, entsprechend dem Militärischen Pflichtenheft, also 24 Stück, 36 Piloten und 4.320 Flottenflugstunden wäre günstiger gewesen und hätte der Republik mehr Sicherheit und Nutzen erbracht."

Durch die Reduzierung der Stückzahl müssten die Flugzeuge stärker belastet werden, was zu häufigeren Wartungen führe. Das wiederum verursache langfristig eine Steigerung der Betriebskosten, so Haimbuchner. "Das Ausklinken aus dem Modernisierungsprogramm der vier Betreibernationen, bedingt durch den Verzicht auf die Tranche 2, wird Österreich zu einem späteren Zeitpunkt teuer bezahlen müssen."

Außerdem verliere die Anschaffung der Iris-T Kurzstreckenrakete ihren Sinn, erläuterte Haimbuchner weiter, da sie bei der Tranche 1 nur in der analogen Version verwendungsfähig sei. "Diese Version ist ungefähr gleich leistungsfähig wie die ältere AIM-9 Sidewinder. Nur bei der Tranche 2 kann man das volle Potential der Iris-T ausschöpfen. Die Bezeichnung Neutralitätsfighter statt NATO-Kampfbomber spiegelt die Ahnungslosigkeit der SPÖ wider. Auch Gripen, F-16 oder F-5 können Bomben tragen und sind bei Luftstreitkräften der NATO in Verwendung."

"Somit steht Österreich bei einer militärischen Beschaffung wieder einmal vor einem Scherbenhaufen, verursacht von ÖVP und SPÖ", wirft der FPÖ-Mandatar der Regierung vor.
Minister Darabos, welcher den Ausschuss als Verbündeten bezeichnet hätte, stoße mit seiner Entscheidung zudem das Parlament vor den Kopf. Er hätte abwarten müssen bis der Ausschuss sämtliche Ergebnisse öffentlich mache - auch die Gutachten, welche vom Ausschuss in Auftrag gegeben wurden. "Außerdem hat das Ministerium noch immer nicht das so genannte "18 minus"-Papier übermittelt. Wahrscheinlich in dem Wissen, dass laut diesem Papier die Variante von 15 Abfangjägern lediglich eine stark eingeschränkte Luftraumüberwachung ermöglicht. Diese Kritikpunkte am Minister werden mit Sicherheit in die abweichende Darstellung der freiheitlichen Fraktion einfließen", schloss Haimbuchner.

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