Grüne Wien/Jerusalem: Wiens Schulbilanz sieht traurig aus

Stadträtin Laska kündigt viel an und setzt nichts um

Wien (OTS) - Den Schulschluss in Wien nützt die Schulsprecherin
der Grünen Wien, Gemeinderätin Susanne Jerusalem, für eine Bilanz der Wiener Schulpolitik im abgelaufenen Schuljahr. "Ich bedaure sehr, dass es ein Jahr der nicht eingehaltenen Ankündigungen gewesen ist und wesentliche Fragen offen geblieben sind", so Jerusalem.

"Wo bleibt das versprochene Konzept des Campusmodells? Im September sollen die ersten Schulen nach diesem Konzept arbeiten, das aber immer noch nicht vorliegt. Wo bleibt der Plan für den Ausbau des ganztägigen Schulangebots? Auch dieser wurde angekündigt, liegt aber noch nicht vor", so Jerusalem.

"Wo bleibt das nunmehr seit Jahren versprochene Musikschulkonzept? Diese Ankündigung hat sich mittlerweile zum einem "running gag" entwickelt", so Jerusalem. Vermutlich befindet sich in den Reihen der Opposition überhaupt niemand mehr, der noch an eine Realisierung dieser Vorlage glaubt. "Das ist schon mehr als Säumigkeit", so Jerusalem. Stadträtin Laska stelle ungeniert ihr völliges Desinteresse zur Schau, nur merkwürdig, dass sich das die Wiener SPÖ bieten lasse, kritisiert Jerusalem. "Wo bleibt das angekündigte Ergebnis der statischen Untersuchung der Wiener Pflichtschulen? Auch diesbezüglich herrscht Schweigen im Lande".

Die Ankündigung der flächendeckenden Einführung der Gesamtschule in Wien sorgte für hohe Erwartungen und eine Riesenaufregung. Leider ist die Sache aber mit der Unterrichtsministerin gar nicht abgesprochen gewesen und Wien musste gleich wieder klein beigeben. "Derzeit liegt für Wien weder ein Vorschlag noch ein Konzept vor", so Jerusalem.

Anerkennend verweist Jerusalem auf die Tatsache, dass ein Schulsanierungspaket für die nächsten zehn Jahre in der Höhe von 570 Millionen Euro beschlossen wurde. Aber in dieser Summe sind weder die Reparaturen der Falzziegeldecken noch statische Maßnahmen inkludiert. "Viele Wiener Pflichtschulen befinden sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand", so Jerusalem. "Offensichtlich hat man es in den vergangenen Jahren verabsäumt, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Einstürzende Schulbauten stellen kein Ruhmesblatt in der Wiener Schulgeschichte dar", so Jerusalem abschließend.

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