Wenig Gestaltungsspielraum für Mineralölfirmen an den Zapfsäulen

Neue Steuerbelastung: Mineralölsteuererhöhung tritt mit 1. Juli 2007 in Kraft

Wien (OTS) - Mit 1. Juli 2007 tritt laut Budgetbegleitgesetz 2007 die Mineralölsteuererhöhung in Kraft: Plus 3 Cent für Benzin, plus 5 Cent für Diesel. Dazu kommt noch der Mehrwertsteueranteil. Bereits jetzt gibt es wenig Gestaltungsspielraum für Mineralölfirmen an den Zapfsäulen, teilt der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) mit. Diese Erhöhung bei der Mineralölsteuer wird sich also auch beim Konsumenten bemerkbar machen. Trotzdem tanken Autofahrer in Österreich im EU-Vergleich noch immer günstig.

Gemäß Budgetbegleitgesetz 2007, mit dem unter anderem auch das Mineralölsteuergesetz novelliert wurde, wird mit 1. Juli 2007 die geplante Erhöhung der Mineralölsteuer für Benzin (plus 3 Cent/Liter) und Diesel (plus 5 Cent/Liter) in Kraft treten. Dazu kommen noch 20 % Mehrwertsteuer. Somit ergeben sich durch die neuen steuerlichen Maßnahmen ab kommender Woche Erhöhungen der Treibstoffpreise an den Zapfsäulen von 3,6 Cent bei Benzin und 6 Cent bei Diesel.

"Diese weitere Belastung für Autofahrer ist bedauerlich, aber wir haben die gesetzlichen Vorgaben in die Preiskalkulation einzurechnen. Die Erhöhung der Mineralölsteuer wird am 1. Juli wirksam, ab diesem Zeitpunkt wird sie von allen Mineralölunternehmen eingehoben. Der Wettbewerb am österreichischen Treibstoffmarkt ist so groß, dass solche Aufschläge von der Mineralölindustrie nicht geschluckt werden können", so Christoph Capek, Geschäftsführer des FVMI. Die Erhöhung werde sich also auch beim Konsumenten bemerkbar machen.

54% des Treibstoffpreises gehen in Form von Steuern an den Staat

91% des Treibstoffpreises können generell nicht von den Tankstellenunternehmen in Österreich gesteuert werden. Der mit 54 % größte Faktor sind die Steuern für Mineralöl und Umsatz, die an den Staat abgeliefert werden müssen (Benzin und Diesel gewichtet).

Der Produkt-Faktor macht etwa 37% aus und umfasst unter anderem den Rohölpreis, der an die Förderländer zu zahlen ist, Transportkosten, Raffineriemargen und Raffinerieverarbeitungskosten, Pflichtnotstandsreserve und Lagerkosten. Der seitens der Unternehmen beim Treibstoffverkauf einzig beeinflussbare Faktor, aus dem sich der Betrieb speist, beträgt lediglich 9% (dieser Wert darf keinesfalls mit dem Gewinn verwechselt werden). Darin enthalten sind auch Kosten wie Amortisation für Investitionen in Gebäude und Grundstück, Umwelttechnik, fachgerechte Entsorgung, der Betrieb der Tankstellen, Instandhaltung und Wartung, Personal, Forschung und Entwicklung.

Österreichische Autofahrer tanken im EU-Vergleich günstig

Trotz der geringen Preisbeeinflussung durch die Mineralölunternehmen erweisen sich die Treibstoffpreise in Österreich im EU-weiten Durchschnitt als wettbewerbsfähig. Nicht nur in den Nachbarländern Italien und Deutschland müssen die Autofahrer deutlich mehr für Treibstoffe ausgeben - wöchentliche EU-weite Preisvergleiche bescheinigten dem österreichischen Markt in den letzten Jahren Pumpenpreise, die bei Benzin in der Regel um 15 bis 18 Cent und bei Diesel um 8 bis 11 Cent unter dem EU-weiten Durchschnitt lagen. Dieser Abstand und somit der Vorteil für die Konsumenten wird sich nun auf Grund der Erhöhung der Mineralölsteuer etwas verringern.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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