- 26.06.2007, 14:45:29
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- OTS0235 OTW0235
Wiener Gemeinderat (5)
Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr
Wien (OTS) - GR DI Sabine Gretner (Grüne) kritisierte die
mangelhafte Zusammenarbeit der Ressorts beim Projekt Riesenradplatz.
Sie brachte einen Antrag zur Prüfung der Vergabe zwischen Stadt Wien
Marketing und Praterservice GesmbH und den beauftragten Firmen im
Zusammenhang mit dem Riesenradplatz ein. Für den Schulbau in Wien
forderte sie in einem Antrag die Sicherstellung des Wettbewerbes und
des planerischen Vorgehens, in einem weiteren Antrag die
Sicherstellung der planerischen Qualität der Gebäude für Gesundheit
und Pflege. Die Immobilienwirtschaft boome, es sei mit einem
Bevölkerungswachstum zu rechnen, die dadurch entstehenden Kosten im
Bereich der Infrastruktur könnten gemeinsam mit der
Immobilienwirtschaft geteilt werden, so die Rednerin. Die Zahlen im
Rechnungsabschluss seien ordnungsgemäß, Visionen und Gestaltungswille
würden jedoch fehlen, ihre Fraktion werde dem Rechnungsabschluss
nicht zustimmen.
GR Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP) kritisierte in seinen
Ausführungen, dass der durch die SPÖ beschlossene Masterplan Verkehr
2003 umgeschrieben und durch einen Masterplan 2008 ersetzt werden
solle. Viele im Masterplan 2003 enthaltenen Projekte seien bei weitem
nicht realisiert worden. Dies untermauerte er u.a. mit Beispielen,
wie dem Fehlen der Verlängerung der U4 und U6, dem Nicht-Erreichen
des Plansolls im Bereich Parkraumschaffung, und dem Scheitern des
Projektes Carsharing. Nach fünf Jahren Evaluierung zeige sich, dass
eher das Gegenteil eingetreten sei. Weiters hinterfragte er die
Entwicklung des Westbahnhofes, der im Masterplan als Fern- und
Nahverkehrsknotenpunkt unverzichtbar erschien. In einem Antrag
forderte er die Beibehaltung des "Grünblinkens" bei den Wiener
Ampeln.
GR Dr. Harald Troch (SPÖ) lobte die hervorragende Qualität des
Stadtentwicklungsprojektes Flugfeld Aspern, eine kräftige Dynamik im
Norden der Stadt sei erkennbar, das Zielgebiet sei von hoher
Bedeutung in der Region Centrope. Die Wiener Bahnhöfe würden dazu
beitragen, das Bahnnetz schneller und engmaschiger zu machen. Der
Masterplan sei kein Gesetz, sondern eine Orientierung, die verändert
und optimiert werden soll. Wien habe ein Universitätsstandort-Konzept
mit ausreichend guten Universitätsstandorten. Die Arbeit der
Geschäftsgruppe lobte er als bürgernah, umsetzungsorientiert und
innovativ.
Für innerstädtische Verkehrsprojekte gebe es ungeheure
Nachfrage, GR Mag. Christoph Chorherr (Grüne) brachte daher einen
Antrag ein, weitere Bike-City-Pilotprojekte zu errichten. (Forts.)
mos/rr
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