Klubobmann Steinkellner: Kinderbeistände in ganz Österreich einführen

Anliegen und Sorgen der Kinder in Obsorge- und Trennungsverfahren besser unterstützen

Linz, 27.06.2007 (OTS) - Für ein flächendeckendes Angebot des so genannten "Kinderbeistandes" spricht sich der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner aus.

Der Einsatz von Kinderbeiständen könnte so manchen Fall wie jenen der Frau aus Oberösterreich vermeiden, die sich in Kürze vor dem Gericht nach einem Trennungs- und Obsorgeverfahren gegen Vorwürfe der "schweren Körperverletzung und Quälen von abhängigen Minderjährigen" verantworten muss. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften seien ebenfalls für die flächendeckende Einführung von Kinderbeiständen.****

"Wenn es in einer Familie zu Problemen zwischen den Eltern kommt, nach einer Trennung oder Scheidung - da leiden vor allem die Kinder unter der Situation. Kinder brauchen da einen Beistand, der ihre Sorgen aufnimmt, sie in dieser schwierigen Situation begleitet und sie unterstützt. Dafür gibt es seit Jänner 2006 in Eisenstadt, Feldkirch, Salzburg und in Wien-Floridsdorf Pilotprojekte. Bei strittigen Obsorge- und Besuchsrechtsverfahren erhalten Kinder zwischen 6 und 18 Jahren Hilfe durch einen Beistand, der Fürsprecher und 'Übersetzer’ für die Interessen der Kinder und Jugendlichen ist. Diese Kinderbeistände sollte es in ganz Österreich geben", verlangt FPÖ-Klubobmann Steinkellner.

Er verweist darauf, dass Eltern im Zuge von Scheidungen oder Trennungen derart in ihrem "Paarkonflikt" verfangen sein können, dass es ihnen nicht mehr möglich ist, auf die Bedürfnisse des Kindes ausreichend Bedacht zu nehmen. Nicht selten werden Kinder damit Opfer der Scheidungsverfahren, weil etwa im Obsorgeverfahren niemand mehr ihre Interessen wahrnimmt.

FPÖ-Klubobmann Steinkellner hat die anderen oö. Landtagsfraktionen eingeladen, eine gemeinsame Resolution an die Bundesregierung zu beschließen, dass an allen Gerichtsstandorten in Österreich solche Kinderbeistände tätig werden.

"Die bislang vorgesehene Frist für die Pilotprojekte mit Juni 2008 sollte - auch auf Grund der guten Erfahrungen, die mit den Kinderbeiständen bereits gemacht wurden - vorgezogen und womöglich noch in diesem Jahr Kinderbeistände gesetzlich verankert werden", betonte FPÖ-Klubobmann Steinkellner.Schluss (Schluss)k

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