Werbebarometer - Drössler: "Gleichermaßen überraschende wie erfreuliche Renaissance der Klassik"

Werbemarkt: Klassische Medien legen erstmals seit 2005 wieder zu - Osten Österreichs stark - Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen wollen Fußball-EM werblich nutzen

Wien (PWK471) - In den nächsten sechs Monaten ist mit einer Steigerung der Werbeinvestitionen in der Höhe von 5,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu rechnen - das haben die Erhebungen zur jüngsten Ausgabe des Werbebarometers des Fachverbandes Werbung + Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ergeben.
Das Werbebarometer ist die im Quartalsrhythmus von Focus Media Research durchgeführte Analyse des österreichischen Werbemarkts, initiiert und in Auftrag gegeben vom Fachverband Werbung + Marktkommunikation.

Als "gleichermaßen überraschend wie erfreulich" bezeichnete Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung + Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Dienstag, bei der Präsentation des Werbebarometers den seit 2005 wieder erstmals wieder verzeichneten Anstieg der Investitionen im Werbebereich "klassische Medien": Demnach werden 63,7 Prozent der Budgets für Werbemaßnahmen in so genannten klassischen Medien aufgewendet, 36,3 Prozent im Below the Line-Sektor. Diese "Renaissance der Klassik" müsse nun durch verbesserte Rahmenbedingungen für die Branche unterstützt werden, so Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung + Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Im Rahmen der Pressekonferenz forderte er daher heute, heute, Dienstag, erneut die Abschaffung der Werbeabgabe. "Die Signale dafür waren zuletzt positiv. Ziel bleibt, dass die Zusagen dieses Mal im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen auch eingelöst werden."

Ein Blick auf die Einschätzung der Wachstumserwartung in den kommenden sechs Monaten zeigt eine Übereinstimmung von Agenturen und Auftraggeberseite: "Die Wachstumserwartungen der Agenturen mit 5 Prozent sind fast gleich auf wie jene der Auftraggeberseite mit 5,2 Prozent und damit in gleicher Höhe wie vor einem Jahr", führte Josef Leitner, Geschäftsführer des Institutes Focus Media Research, aus.

Die stärkste Wachstumsrate wird auch diesmal wieder im Bereich Internet/Neue Medien (+9,4 Prozent) erwartet. Bei den klassischen Medien wird das erwartete Werbeplus für Print mit cirka 5 Prozent, bei Plakaten mit + 3,1 Prozent beziffert. Für Hörfunk und Flugblatt soll die positive Veränderung zwischen 1,2 und 1,8 Prozent liegen, Ausgaben für TV-Werbung sollen nur um 0,6 Prozent steigen.

Regional betrachtet fällt die Prognose für das kommende Werbehalbjahr in Niederösterreich und im Burgenland mit + 9,5 Prozent am positivsten aus, gefolgt von Oberösterreich (6,8 Prozent), Steiermark/Kärnten (4,8 Prozent) und Wien mit 4,1 Prozent. Am Tabellenende rangieren Vorarlberg, Salzburg und Tirol mit 3,2 Prozent.

Für den Werbebarometer-Bonustrack wurde der Einfluss der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz auf Werbe-, Marketing- und Sponsoringaktivitäten abgefragt: "Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen sagt, die EM werblich für sich nutzen zu wollen - und das bereits rund ein Jahr vor dem großen sportlichen Ereignis", unterstreicht Fachverbandsobmann Drössler die positiven Schatten, die die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt voraus wirft: 17,2 Prozent planen Maßnahmen bei gleich bleibendem finanziellen Aufwand, 9,1 Prozent der Befragten wollen für zusätzliche Werbeaktivitäten auch mehr Budget aufbringen. Und dieser Anteil von mehr als 25 Prozent werde in dem verbleibenden knappen Jahr bis zum Ankick am 7. Juni 2008 wohl auch noch eher steigen als sinken, so Drössler. Nur 0,3 Prozent erklären, der Fußball-EM ausweichen und während der Zeit weniger werden zu wollen. (JR)

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