WirtschaftsBlatt: Kapsch TrafficCom muss keinen Nachtrag im Börseprospekt vornehmen

Lediglich ein indisches Projekt wurde von der FMA besonders untersucht

Wien (OTS) - Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Montag-Ausgabe bericht, zeichnet sich im Schlagabtausch zwischen den Mautspezialisten Kapsch TrafficCom und Efkon eine neue Entwicklung ab.

Die Aktien des Wiener Unternehmens Kapsch TrafficCom werden am Dienstag erstmals im PrimeMarket der Wiener Börse gehandelt. In der Zeichnungsfrist warf der Grazer Mitbewerber Efkon Kapsch vor, im Company Report und Börseprospekt "unrichtige, unvollständige und bewusst irreführende Informationen" angegeben zu haben. Und machte eine entsprechende Meldung bei der Finanzmarktaufsicht FMA.
Kapsch wies alle Vorwürfe zurück.

Nun liegen dem WirtschaftsBlatt Informationen vor, wonach Kapsch TrafficCom doch keinen Nachtrag im Börseprospekt vornehmen muss.

Die FMA wollte am Sonntag weder bestätigen noch dementieren. Insidern zufolge bereitete der FMA aber nur ein im Börseprospekt angegebenes Projekt in Indien Sorgen, dass bereits an einen Mitbewerber vergeben war. Das Auftragsvolumen von 460.000 Euro sei in dem Zusammenhang aber vernachlässigbar.

Efkon-Chef Helmut Rieder auf die Nachricht: "Ehrlich gesagt: Ich hab damit gerechnet. Ich bin aber sicher, dass sich institutionelle Investoren möglichweise in den kommenden Wochen eine Prospekhaftungsklage überlegen könnten." Rieder droht Kapsch eine solche Klage gleich auch persönlich an. Denn schliesslich habe er seine Aktien-Order bereits aufgegeben, er sei also KapschTrafficCom-Aktionär.

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