Konsumentenschutzminister Buchinger: Aus für gefährliche Kinderlaufhilfen

Norm wird verpflichtend

Wien (BMSK) - Mit Kinderlaufhilfen ("Babywagerl") kommt es in Österreich zu mehreren hundert schweren Unfällen pro Jahr, wobei sich viele Kleinkinder massive Schädelverletzungen zuziehen. Der typische Unfall ist der Sturz über Stufen oder Stiegen. Daher müssen Kinderlaufhilfen sicherer konstruiert werden. Die ÖNORM EN 1273:2005, die strenge Anforderungen an Kinderlaufhilfen stellt, soll nun rechtsverbindlich werden. Eine Verordnung auf Basis des Produktsicherheitsgesetzes wurde von Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger dieser Tage zur Begutachtung ausgesendet. "Wir werden damit nicht alle Unfälle mit Laufhilfen verhindern, aber die Zahl doch stark reduzieren können", so Buchinger. Laufhilfen, die dieser europäischen Norm entsprechen, müssen hohe Anforderungen an die Stand- und Rutschfestigkeit erfüllen und sind so zu gestalten, dass sie beim Überfahren einer Stufe noch abgebremst werden. Zudem sieht die Norm umfangreiche Warnhinweise vor. ****

Kinderlaufhilfen werden oft auch Kinderlauflernhilfen genannt, obwohl Kleinkinder mit diesen Geräten nicht schneller gehen lernen. Vielmehr kann es - vor allem bei häufiger und längerer Verwendung der Laufhilfen - sogar zu Fehlstellungen der Füße kommen. Hauptproblem ist aber die Gefahr von Unfällen. "Mit der Verbindlicherklärung der Norm werden die Hersteller verpflichtet, technische Möglichkeiten zur Erhöhung der Kindersicherheit einzusetzen. Auch mit diesen Verbesserungen sollten Eltern aber abwägen, ob Ihr Kind dieses Produkt wirklich benötigt", hält Buchinger abschließend fest.

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