Schwerer Schlag gegen die organisierte Schlepperkriminalität am Balkan

Operation "Danjube" führt zu 14 Festnahmen in Österreich

Wien (OTS) - Seit Mitte des Jahres 2006 führten die Schlepperbekämpfer der Länder Serbien, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Österreich (Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt Steiermark) koordinierte Erhebungen gegen eine internationale Schlepperorganisation durch. Diese Bande war darauf spezialisiert, Personen aus dem Kosovo und der Türkei über Slowenien in den EU-Raum zu schleppen. Derzeit kann von zumindest 500 Personen ausgegangen werden, die so in den EU-Raum verbracht werden sollten. Aufgrund der effizienten Zusammenarbeit konnten bereits an den Grenzen Kroatiens zu Slowenien oder Sloweniens zu Österreich viele dieser illegale Migranten an der Weiterreise gehindert werden.

Der Preis für eine Schleppung in den EU-Raum lag - je nach Ausgangs- und Zielland - bei 2000 - 3000 Euro. Die Route verlief von Istanbul über Tirana oder Skopje bis nach Pristina, dann weiter über Belgrad, Zagreb und Ljubljana bis zu Staaten des Schengenraumes.
Die Schleppungen erfolgte zumeist auf dem Landwege in PKW bzw. Kleintransportern unter Verwendung von fremden EU-Reisedokumenten, über die grüne Grenze aber auch in Fahrzeugverstecken.

Bei gemeinsamen Zugriffen bis Juni 2007 konnten in Serbien, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Österreich insgesamt 91 verdächtige Personen festgenommen werden. In Österreich wurden ein deutscher, ein serbischer und zwölf slowenische Staatsbürger verhaftet. Unter den Festgenommenen waren die in den jeweiligen Ländern hauptverantwortlichen Anführer der Schlepperorganisation.

Innenminister Günther Platter dankte den Beamten des Bundeskriminalamtes und des Landeskriminalamtes Steiermark und zeigte sich erfreut, dass die intensive Zusammenarbeit mit den Westbalkanstaaten wieder zu einem kriminalpolizeilichen Erfolg geführt hat. "Dieser Fall zeigt, dass erfolgreiche Verbrechensbekämpfung nur durch professionelle internationale Kooperation möglich ist", so BM Platter abschließend.

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