"trend": Voestalpine-Chef Wolfgang Eder strebt 100 Millionen Euro an Synergien an

Die Integration wesentlicher Bereiche des Edelstahlherstellers Böhler-Uddeholm soll laut voestalpine-Chef Wolfgang Eder in 100 Tagen möglich sein

Wien (OTS) - Voestalpine-Chef Wolfgang Eder drückt nun bei der Integration seiner fünften Division Böhler-Uddeholm aufs Tempo und will höhere Synergien erreichen als bisher bekannt, schreibt das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. "Persönlich halte ich über den Zeitraum von drei Jahren Synergien in der Größenordnung von 100 Millionen Euro für machbar -wenn uns alles gelingt, was vorstellbar ist", sagt Eder in dem Interview. Bisher hatte er stets von 65 Millionen Euro gesprochen. "Zwei Drittel davon kommen aus der Einkaufsseite, ein Drittel aus den übrigen Bereichen wie Logistik, IT, Forschung und Entwicklung", so Eder weiter.
Schon über den Sommer will die Voestalpine die größten Teile des Edelstahlerzeugers integriert haben: "Im Wesentlichen sollten wir es in den ersten hundert Tagen schaffen." Insgesamt werde sich Böhler laut Eder "in einem Jahr aus unserer Sicht kaum mehr von den bestehenden vier Divisionen unterscheiden, abgesehen vielleicht von einer etwas anderen Eigentümerstruktur." Bis 4. Juni haben die Linzer 56,6 Prozent der Böhler-Aktien übernommen.
Auch neue Marktchancen hat der Voestalpine-Boss durch die Übernahme von Böhler laut "trend" schon entdeckt. So ist die Voestalpine Weltmarktführer bei Gehäusen für Gas- und Dampfturbinen -Böhler wiederum ein Spezialist für Turbinenschaufeln. "Wenn wir das zusammenlegen, könnten wir theoretisch eine gesamte Turbine bauen. Wir müssen aber aufpassen, dass wir uns die eigenen Kunden nicht kannibalisieren", schränkt Eder in dem Interview ein.

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