Pharmig: Es gibt keine Kostenexplosion bei den Medikamentenausgaben Medikamentenkosten 12,6% der gesamten Gesundheitsausgaben

Wien (OTS) - Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber kommentiert die heutigen Aussagen von Präsident Blecha/PVÖ: "Es gibt keine Kostenexplosion bei den Medikamentenkosten. Wahr ist vielmehr, dass die Medikamentenausgaben in Österreich im internationalen Vergleich, dem Wohlstandniveau entsprechend, moderat steigen. Blecha´s Botschaft: "Die Medikamentenpreise explodieren", verunsichert die ältere Bevölkerung und kann nicht Sinn und Zweck eines Pensionistenverbandes sein.

Richtig ist es allerdings, dass die Politik sich bei den Medikamentenkosten ein ordentliches "Körberlgeld" in Form einer 20% Mehrwertsteuer holt. Hier liegt Einsparungspotential für die Konsumenten/Patienten, auf das die Pharmaindustrie schon mehrmals hingewiesen hat. Beim Mehrwertsteuersatz gehören wir zu den absoluten europäischen Spitzereitern.

In vielen europäischen Ländern gilt für Medikamente ein begünstigter Mehrwertsteuersatz, in einigen sogar eine Steuerbefreiung. Und in Österreich: Hier zahlen die Patienten für Medikamente, die sie auf eigene Kosten in der Apotheke kaufen, 20 Prozent Mehrwertsteuer. Damit liegt Österreich gemeinsam mit Ländern wie Dänemark (25 Prozent) im europäischen Spitzenfeld. Der EU-Schnitt liegt bei 10 Prozent Mehrwertsteuer, die meisten Finanzminister unserer Nachbarländer sind gegenüber ihren Patienten wesentlich großzügiger: In Ungarn und Tschechien beträgt der Mehrwertsteuersatz für Medikamente 5 Prozent, in der Schweiz sogar nur 2,4 Prozent. Auch in Deutschland gibt es jetzt konkrete Überlegungen, den Steuersatz von 19 auf 7 Prozent zu senken. Und die Slowakei hat ihren Steuersatz mit Jahresbeginn 2007 von 19 auf 10 Prozent reduziert - eine richtungsweisende Entscheidung denn, Medikamente sind keine x-beliebigen Konsumgüter, sondern müssen entsprechend ihrem besonderen Stellenwert für die Gesellschaft behandelt werden.

Einmal mehr verweist Huber auf das moderate Preisniveau in Österreich: "Die Industriepreise für Medikamente liegen hierzulande um 17,16 Prozent unter dem EU-15-Schnitt und im Schnitt der EU-25!" Abschließend meint Huber dazu : "Bei einer Reduktion der Mehrwertsteuer zieht der Österreichische Pensionistenverband mit uns allerdings am gleichen Strang. Hier ist die Bundesregierung gefordert entscheidende Schritte zu setzen!"

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