Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Schaden macht nicht immer klug (von Ralf Mosser)

Ausgabe 19. Juni 2007

Klagenfurt (OTS) - Vor den Landtagswahlen 1999 wurde der damalige SPÖ-Spitzenkandidat Michael Ausserwinkler von den drei Gerhards (Mock, Köfer und Seifried) heftig kritisiert. Das Wahlergebnis ist bekannt: Jörg Haider bekam 42 Prozent der Stimmen und wurde Landeshauptmann. In der SPÖ schwor man sich gegenseitig, aus den Fehlern zu lernen und in Zukunft Einigkeit zu demonstrieren.
In der heißesten Phase des Wahlkampfes für die Landtagswahlen 2004 gründete Gerhard Seifried gemeinsam mit Haider eine Plattform und ließ sich mediengerecht mit dem politischen Gegner abbilden. Das Wahlergebnis ist bekannt: Jörg Haider bekam 42 Prozent der Stimmen und wurde Landeshauptmann. In der SPÖ schwor man sich gegenseitig, aus den Fehlern zu lernen und in Zukunft Einigkeit zu demonstrieren. Etwas mehr als eineinhalb Jahre vor den Landtagswahlen 2009 meldet sich nun der Wolfsberger Bürgermeister Gerhard Seifried zu Wort, lobte in einem Interview in der "Kärntner Woche" Haiders Hypo-Deal und kritisierte die Linie seiner eigenen Partei. Das Spiel beginnt von Neuem und als politischer Beobachter glaubt man, ein Deja-vu-Erlebnis zu haben.
Dass man aus Schaden klug wird, kann man von einigen in der SPÖ nicht behaupten - vor allem in Wolfsberg. Dort gilt eher - im Osten nichts Neues.

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