Die Vorschule kommt in Kärntens Kindergärten

LH Haider: Kärntner Vorstoß für verpflichtendes Vorschuljahr - Änderung des Kärntner Kindergartengesetzes

Klagenfurt (LPD) - Kärnten will auf Landesebene ein
verpflichtendes Vorschuljahr einführen, das im Kindergartenbereich angesiedelt sein soll. Dazu will man das Kärntner Kindergartengesetz entsprechend ändern, gab heute, Montag, Landeshauptmann Jörg Haider im Pressefoyer nach der Regierungssitzung bekannt. Durch das verpflichtende Vorschuljahr sollen vor allem sprachliche Defizite der Kinder korrigiert werden, um sie besser auf Schule und Ausbildung vorzubereiten, erklärte Haider. Für dieses Pilotprojekt forderte das Kollegium der Landesregierung in einer einstimmig beschlossenen Resolution finanzielle Unterstützung vom Bund.

Haider sagte, dass durch die Kärntner Initiative eines Gratis-Kindergartenjahres bereits über 90 Prozent der Kinder vor dem ersten Schuljahr den Kindergarten besuchen. "Wir wollen allen die gleichen Startchancen in den Schulalltag bieten", betonte er. Daher sollen ausgebildete Pflichtschullehrer im Rahmen des verpflichtenden Vorschuljahres in den Kindergärten unterrichten. Darüber wird der Landeshauptmann auch am Dienstag in Wien mit Bildungsministerin Claudia Schmied sprechen. Das Land will nämlich diese Lehrerleistungen vom Bund finanziert bekommen.

Die Resolution der Landesregierung im Wortlaut:

Kärnten will seine führende Rolle im Bildungsbereich ausbauen und aus dem Gratis-Kindergartenjahr in einem Pilotprojekt ein verpflichtendes Vorschuljahr machen. Damit sollen oftmals vorhandene Sprachdefizite und Lernschwächen erkannt und diesen rechtzeitig pädagogisch begegnet werden können, um betroffenen Kindern einen besseren und leichteren Einstieg in die Schule zu ermöglichen.

Das Kollegium der Kärntner landesregierung fordert daher die zuständigen Organe in der Österreichischen Bundesregierung auf, das Pilotprojekt eines verpflichtenden Vorschuljahres in Kärnten ideell wie auch finanziell zu unterstützen und die dafür notwendigen Ressourcen - insbesondere in Form von zusätzlichem pädagogischen Personal - zur Verfügung zu stellen.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001