Matznetter: Vorausgefüllte Steuerklärung sollte ab Veranlagung 2008 möglich werden

Wien (SK) - "Die vorausgefüllte Steuerklärung wollen wir ab dem Veranlagungsjahr 2008 möglich machen", erklärte Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter am Montag bei einer Pressekonferenz der Arbeiterkammer Niederösterreich. Dies bedeute, dass in einem ersten Schritt jedem Lohnsteuerpflichtigen ein vorausgefülltes Formular übermittelt werde, das jene Daten beinhalten werde, die das Finanzamt über ihn besitze. Der Steuerzahlende und die Steuerzahlerin müssten das Formular dann, so Matznetter, nur mehr mit zusätzlichen Informationen - beispielsweise über einen etwaigen Gewerkschafts- oder Kirchenbeitrag - ergänzen, erläuterte der Staatssekretär das Konzept. "Die Menschen müssen rasch ihr Geld bekommen", ist sein Motiv, denn "dieses Geld gehört dem Staat nicht". Matznetter lobte in diesem Zusammenhang die "Steuerrückholaktion" der AK NÖ und verwies darauf, dass "die neue Bundesregierung wieder verstärkt mit den Interessensvertretungen und den Sozialpartnern zusammenarbeiten wird". ****

Matznetter strebt in einem zweiten Schritt an, dass der Steuerzahler bei Bedarf dem Finanzamt auch das Einholen der persönlichen Daten (etwa bei Kirche, Gewerkschaft oder Versicherungen) erlauben könne. Abschließend werde es die Option geben, dass "der Steuerpflichtige nur noch elektronisch kontrollieren muss, ob bei seiner Steuererklärung etwas fehlt".

Der Finanzstaatssekretär machte deutlich, dass er den Nutzungsgrad von Finanz-Online erhöhen möchte. Er verwies darauf, dass "Österreich mit 1,3 Millionen Usern von Finanz-Online schon jetzt Spitzenreiter in Europa ist".

Matznetter brachte abschließend seinen Wunsch zum Ausdruck, Menschen mit nicht deutscher Muttersprache bei den Steuererklärungen zu unterstützen. Daher strebt er sowohl bei den Formularen als auch bei der Telefon-Hotline oder der Benutzerfläche im Internet Mehrsprachigkeit an. Schließlich ist es Matznetters Credo, dass "wir schauen müssen, dass die Menschen beim Rückzahlen möglichst fair behandelt werden ". (Schluss) re

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