AKNÖ fordert automatischen Steuerausgleich

6,1 Millionen Euro Steuergutschrift für AKNÖ-Mitglieder

Wien (AKNÖ) - Von 19. Februar bis 8. Juni 2007 haben AKNÖ-SteuerexpertInnen die NiederösterreicherInnen beim Steuerausgleich unterstützt. Das Ergebnis: 6,1 Millionen Euro Gutschrift beim Finanzamt. Doch noch immer liegen an die 300 Millionen, die den StaatsbürgerInnen gehören, beim Finanzminister. Die AKNÖ forderte heute von Staatssekretär Matznetter den automatischen Steuerausgleich.

"Durch unsere Steuerrückholaktion ist vielen Menschen erst bewusst geworden, dass sie Geld vom Finanzamt zurückbekommen können", erklärte AKNÖ-Vizepräsident Peter Stattmann. Insgesamt haben 8.606 ArbeitnehmerInnen die Aktion der AKNÖ genutzt. "Wir wollten es den Menschen so leicht wie möglich machen, ihr Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Wir fordern aber, dass die Finanzverwaltung einen automatischen Steuerausgleich für alle Österreicherinnen und Österreicher durchführt. Dann bekämen sie das Geld, das ihnen gehört, zurück, ohne einen Steuerausgleich machen zu müssen", sagte Peter Stattmann zu Finanzstaatsekretär Christoph Matznetter, der bei der Bilanzpressekonferenz dabei war. " Es ist nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, sich Geld, das der Staat zu viel kassiert hat, zurückzuholen. Die Finanzämter sollen bei der Arbeitnehmerveranlagung automatisch aktiv werden und jeder Arbeitnehmerin und jedem Arbeitnehmer seine Gutschrift übermitteln. Bei Steuerpflichtigen, die dem Staat Geld schulden, ist es ja auch möglich, dass er vom Staat verständigt wird. Hier fordern wir ein Umdenken, eine noch stärkere Öffnung der Finanzämtern in Richtung Kundenfreundlichkeit", erklärte Stattmann.

Wer vom automatischen Steuerausgleich profitieren würde

Häuslbauer, AlleinverdienerInnen, AlleinerzieherInnen, Uni- oder SchulabgängerInnen, WiedereinsteigerInnen, Lehrlinge, Teilzeitbeschäftigte oder Personen, die während des Jahres nicht durchgehend beschäftigt waren, haben auf jeden Fall Chancen, Steuern zurück zu bekommen. Auch während des Jahres schwankende Bezüge wirken sich steuerlich vorteilhaft aus.
Was viele nicht wissen: Jeder dritte Niederösterreicher hat im Jahr Arzt-, Krankenhaus- oder Kurkosten, die steuermindernd sind. Dazu zählen auch Eurorechnungen für Zahnersatz aus Ungarn. Prämienzahlungen für Lebens, - Kranken- oder Unfallversicherungen können steuerlich abgesetzt werden. Kosten für Wohnraumsanierung können ebenfalls geltend gemacht werden.

Zusammenarbeit mit der Finanzverwaltung: 85 Prozent veranlagten online

Hinter den 6,1 Millionen Euro Steuergutschrift verbergen sich vier Monate Steuerrückholaktion: Insgesamt waren es 17.200 Steuererklärungen, die mit Hilfe der ExpertInnen für 8.606 Menschen durchgeführt wurden. "Mit der Steuerrückholaktion haben wir jedes vierte AKNÖ-Mitglied erreicht, denn 115.000 Menschen haben telefonisch, persönlich oder via Internet auf die Aktion reagiert", erklärt Stattmann. Jedes AKNÖ-Mitglied bekam nach der Anmeldung eine Checkliste und ein Formular für FinanzOnline zugesandt. 85 Prozent der AKNÖ-Mitglieder haben die Veranlagung bei ihrem Termin in der AKNÖ-Bezirksstelle via Internet durchgeführt. "Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 5 Prozent. Wir führen sie vor allem darauf zurück, dass wir die Zusammenarbeit mit der Finanzverwaltung intensiviert haben. In fast allen AKNÖ-Bezirksstellen war das Finanzamt vor Ort, um Zugangscodes an Mitglieder auszugeben, die diese zu besorgen vergessen hatten", sagte AKNÖ-Steuerexperte Bruno Novozsel. Unterstützung bei der Arbeitnehmerveranlagung bieten die SteuerexpertInnen auch weiterhin an, das zweite Halbjahr 2007 allerdings zu üblichen Bürozeiten.

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