Weiter konsequente Maßnahmen gegen Ozonbelastung

LR Schwärzler: Heuer noch keine erhöhten Messwerte

Bregenz (VLK) - Seit Ende der 1980-er Jahre führt das Umweltinstitut des Landes an mehreren Luftgütestationen systematische Ozonmessungen durch. Im vergangenen Jahr lagen die Ozonwerte im langjährigen Mittel. Heuer mussten noch keine erhöhten Belastungen registriert werden. "Ein Sommer mit geringeren Ozonwerten bedeutet aber noch keine langfristige Entspannung. Deshalb werden unsere Maßnahmen gegen die Luftbelastung selbstverständlich konsequent fortgesetzt", betont Umweltlandesrat Erich Schwärzler.

Bis Ende September werden die aktuellen Ozonwerte stündlich auf www.vorarlberg.at/umweltinstitut oder unter der Ozon-Hotline 05574/511-42973 (von 7.00 bis 21.00 Uhr) bekannt gegeben. Interessantes zum Thema Ozon und Informationen zum Ozon-Maßnahmenpaket des Landes bietet die Ozonbroschüre, die beim Umweltinstitut kostenlos bestellt werden kann.

Im Sommerhalbjahr 2006 betrug die durchschnittliche Ozonbelastung 74 µg/m3. Nur an vier Tagen wurde die Informationsschwelle von 180 µg/m3 überschritten. Zum Vergleich: Im Jahrhundertsommer 2003 wurden an 21 Tagen Werte über der Informationsschwelle gemessen, die in einigen Fällen sogar der Alarmschwelle (240 µg/m3) nahe kamen. Heuer bewegten sich die Ozonwerte bisher meist deutlich unter 140 µg/m3, lediglich der ungewöhnlich warme und trockene April sorgte gegen Monatsende für einen kurzfristigen Anstieg mit einem Höchstwert von 173 µg/m3.

Um eine dauerhafte Senkung der sommerlichen Ozonbelastung zu erreichen, gilt es laut Landesrat Schwärzler die Emissionen von Vorläuferschadstoffen für die Ozonbildung wie Stickstoffoxide und flüchtige Kohlenwasserstoffe weiter zu vermindern. In den vergangenen Jahren wurden im Lande vielfältige Anstrengungen in diese Richtung unternommen. Die Schwerpunkte:
- Konsequente Umsetzung des Vorarlberger Energiekonzeptes mit massiver Förderung erneuerbarer Energien
- Förderung des energiesparenden Wohnbaus
- Neufassung des Vorarlberger Verkehrskonzeptes mit zusätzlichen Impulsen für umweltschonende Mobilität
- Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radwegenetzes
- Stärkung heimischer Produkte und der Nahversorgung zur Verringerung schadstoffproduzierender Transportwege
- Strenge Prüfung lufthygienischer Belange bei Industrie und Gewerbe sowie bei der Heizanlagenüberwachung
- Verstärkte Überprüfung lösungsmittelhältiger Produkte im Rahmen chemikalienrechtlicher Kontrollen
- Schrittweise Umsetzung des 30+1 Punkte-Programms gegen die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffoxide

Trotz dieser Bemühungen sind bei lang anhaltenden sommerlichen Hitzeperioden hohe Ozonbelastungen nicht auszuschließen, zumal Ozon-Vorläuferschadstoffe auch über weite Strecken in unseren Raum verfrachtet werden. "Deshalb haben wir im Frühjahr 2004 speziell für Zeiten hoher Ozonbelastung ein zusätzliches Bündel mit besonderen Informations- und Verhaltensmaßnahmen beschlossen", so Landesrat Schwärzler.

Bei Überschreiten der Informationsschwelle (180 µg/m3) erfolgen gesundheitsbezogene Informationen und Empfehlungen

sowie Aufrufe an die Bevölkerung:
- Rad und öffentliche Verkehrsmittel statt Autofahren
- Freizeitvergnügen ohne Gaspedal
- Zweitakter ruhen lassen
- Lackieren ohne Lösungsmittel
- Kein Feuer im Freien
- Großveranstaltungen ohne Stau

Bei Überschreiten einer Ozonkonzentration (210 µg/m3):
- Verstärkter Aufruf die empfohlenen Maßnahmen zu beachten
- Hinweistafeln an der Rheintal- und Walgauautobahn mit der Aufschrift "Ozon - Tempo 100 - Empfehlung"

Bei Überschreiten der Alarmschwelle (240 µg/m3):
- Tempolimit 100 km/h auf Autobahnen
- Freie Benutzung von Bus und Bahn im Bereich des Vorarlberger Verkehrsverbunds
- Verbot des Verbrennens biogener Materialien im Freien

Rückfragen & Kontakt:

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Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
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