ÖSTERREICH: Russe unter Spionage-Verdacht bleibt trotz Protest in Haft

Affäre um den mutmaßlichen Spion zwischen Wien und Moskau eskaliert

Wien (OTS) - Im Konflikt um den verhafteten mutmaßlichen Spion Wladimir Woschschow läßt sich die Wiener Staatsanwaltschaft von der diplomatischen Protestnote des russischen Außenministerium nicht unter Druck setzen. Dies berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntag-Ausgabe.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, erklärt gegenüber ÖSTERREICH zur Verhaftung des Russen: "Die Vorwürfe gegen ihn sind gut begründet." Das gelte auch für den in Haft genommenen oberösterreichischen Vizeleutnant, der dem Russen geheime Hubschrauber-Unterlagen verkauft haben soll.

Auf die Forderung aus Moskau, Woschschow freizulassen, da er als Delegationsteilnehmer bei einer Weltraumkonferenz diplomatische Immunität besitzen würde, antwortet Jarosch: "Wir gehen davon aus, dass er zum Zeitpunkt der Verhaftung keine Immunität hatte. Eine nachträgliche Immunität wäre für mich etwas völlig Neues. Der Russe bleibt in U-Haft."

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