- 16.06.2007, 16:06:17
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ÖSTERREICH:Burgenland und Kärnten als Modellregionen für Gesamtschule
Länderchefs Niessl und Haider stehen für flächendeckende Einführung zur Verfügung
Wien (OTS) - Die Landeshauptleute Hans Niessl und Jörg Haider
würden dem Wunsch von Bildungsministerin Claudia Schmied, ein ganzes
Bundesland zur Modellregion für die Gesamtschule zu machen,
prinzipiell nachkommen: "Wir haben vereinbart, Modellregionen in
Güssing und Jennersdorf zu führen. Ich gehe davon aus, dass positive
Ergebnisse auch auf andere Bezirke ausgedehnt werden können. Das ist
eine vernünftige Vorgangsweise", meint der burgenländische
Landeshauptmann Hans Niessl zu ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe). "Wir
sind bereit dafür, aber das ist natürlich auch mit finanziellen
Mitteln verbunden. Da müsste der Bund schon mitspielen. Aber ich
nehme an, das ihr das auch was wert wäre", so auch Landeshauptmann
Haider.
Beim Schulgipfel am kommenden Dienstag will Haider darüber hinaus
vorschlagen, ein überparteiliches Volksbegehren für eine gemeinsame
Mittelschule zu starten. Zentrale Forderungen: Die Einführung der
gemeinsamen Schule für fünf bis 15-Jährigen, Anpassung der
Lehrerausbildung und der Gehälter sowie ein budgetärer Schwerpunkt
dafür.
Dass die Volkspartei kurz nach ihrem Parteibeschluss gegen eine
Gesamtschule und gegen ein verpflichtendes Vorschuljahr nun doch auf
Pflicht-Sprachkurse vor Schuleintritt umgeschwenkt ist, entlockt
Niessl ein Schmunzeln: "Und sie bewegt sich doch". Der Vorschlag von
Vizekanzler Wilhelm Molterer und Wirtschaftsminister Martin
Bartenstein ist für Niessl ein vertretbarer Kompromissvorschlag, auch
wenn er ein verpflichtendes Vorschuljahr weiterhin für die ideale
Variante halte. Für Haider steigt die Volkspartei damit auf das
Kärntner Modell um. "In der ÖVP orientiert man sich nur noch nach den
jeweiligen Umfragen. Sie haben bemerkt, dass das nicht mehr populär
ist."
Rückfragehinweis:
Fellner Media
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