ÖSTERREICH:Burgenland und Kärnten als Modellregionen für Gesamtschule

Länderchefs Niessl und Haider stehen für flächendeckende Einführung zur Verfügung

Wien (OTS) - Die Landeshauptleute Hans Niessl und Jörg Haider würden dem Wunsch von Bildungsministerin Claudia Schmied, ein ganzes Bundesland zur Modellregion für die Gesamtschule zu machen, prinzipiell nachkommen: "Wir haben vereinbart, Modellregionen in Güssing und Jennersdorf zu führen. Ich gehe davon aus, dass positive Ergebnisse auch auf andere Bezirke ausgedehnt werden können. Das ist eine vernünftige Vorgangsweise", meint der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl zu ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe). "Wir sind bereit dafür, aber das ist natürlich auch mit finanziellen Mitteln verbunden. Da müsste der Bund schon mitspielen. Aber ich nehme an, das ihr das auch was wert wäre", so auch Landeshauptmann Haider.

Beim Schulgipfel am kommenden Dienstag will Haider darüber hinaus vorschlagen, ein überparteiliches Volksbegehren für eine gemeinsame Mittelschule zu starten. Zentrale Forderungen: Die Einführung der gemeinsamen Schule für fünf bis 15-Jährigen, Anpassung der Lehrerausbildung und der Gehälter sowie ein budgetärer Schwerpunkt dafür.

Dass die Volkspartei kurz nach ihrem Parteibeschluss gegen eine Gesamtschule und gegen ein verpflichtendes Vorschuljahr nun doch auf Pflicht-Sprachkurse vor Schuleintritt umgeschwenkt ist, entlockt Niessl ein Schmunzeln: "Und sie bewegt sich doch". Der Vorschlag von Vizekanzler Wilhelm Molterer und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein ist für Niessl ein vertretbarer Kompromissvorschlag, auch wenn er ein verpflichtendes Vorschuljahr weiterhin für die ideale Variante halte. Für Haider steigt die Volkspartei damit auf das Kärntner Modell um. "In der ÖVP orientiert man sich nur noch nach den jeweiligen Umfragen. Sie haben bemerkt, dass das nicht mehr populär ist."

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