Kalina begrüßt Abrücken der ÖVP vom strikten Nein zur verpflichtenden vorschulischen Bildung

Einigung noch im Herbst möglich

Wien (SK) - "Der Druck von Eltern, Experten und Wirtschaft ist offenbar so groß geworden, dass nun auch die ÖVP von ihrem sturen Nein zu einer verpflichtenden vorschulischen Ausbildung abrückt", betonte heute der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina in Reaktion auf das Interview von Vizekanzler Molterer im "Neuen Volksblatt". "Ich begrüße den Sinneswandel der ÖVP. Dieses Thema ist viel zu wichtig, um in einem ideologischen Stellungskrieg unterzugehen", unterstrich der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Nach den Ermahnungen von Seiten der Wirtschaft "streckt Molterer wie eine Schildkröte den Kopf aus dem Panzer hervor", so Kalina weiter. ****

"Da sich die Vorschläge von Molterer, Bartenstein und Leitl den von den Sozialdemokraten präsentierten Plan zur raschen Schaffung eines vorschulischen Angebots annähern, ist es möglich, noch heuer im Herbst eine Lösung zu beschließen, die bereits im Schuljahr 2008 zu greifen beginnen kann", sagte Kalina. Die SPÖ spricht sich seit langem für eine verpflichtende vorschulische Bildung aus und ist sich in dieser Sache mit allen Experten einig. Dabei komme es nicht darauf an, wo dieses Angebot stattfinde, das könne im Kindergarten sein oder in der Schule.

Derzeit sind 92 Prozent der Fünfjährigen vor der Schule im Kindergarten. Von den acht Prozent, die keine Einrichtung besuchen, seien 95 Prozent Kinder aus Familien mit geringen Einkommen und Migrantenfamilien, erläuterte Kalina: "Der SPÖ geht es um die Interessen der Kinder, das gebietet, dass alle gut vorbereitet in die Schule kommen." (Schluss) sw/wf

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