Leichtfried: Produkte aus Niederösterreichs Landwirtschaft verstärkt fördern

Gegen die Globalisierung in der Lebensmittelerzeugung kann nur starkes Regionalbewusstsein helfen

St. Pölten, (SPI) - "Das Unwort ‚Bauernsterben’ ist leider weiter traurige Realität. Alle Jahre wieder stellen auch in unserem Bundesland Hunderte bäuerliche Betriebe ihre Arbeit für immer ein oder finden Höfe keine(n) NachfolgerIn. Von 1970 bis 2005 hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 54,5 % abgenommen - also wurde um mehr als die Hälfte dezimiert. 1999, bei der EU konformen Agrarstrukturerhebung, wurden in NÖ noch 54.551 Betriebe gezählt, 2005 waren es nur mehr 46.087 - also um ca.16 % weniger und das unter einer ÖVP geführten Bundesregierung und einem ÖVP-Landwirtschaftsminister. Von ehemals zweistelligen Prozentbetrag ist die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft auf 5 Prozent geschrumpft. Ebenso werden durch Hof-Zusammenlegungen immer größere Einheiten geschaffen, was eine Gefahr für die in Niederösterreich typische bäuerliche kleinstrukturierte Landwirtschaft bedeutet", zeigt der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Günter Leichtfried, die Fehlentwicklung in der Agrarpolitik auf.****

"Die niederösterreichische Landwirtschaft wird zudem immer abhängiger von den Agrarförderungen aus Brüssel, die praktisch ‚überlebensnotwendig’ für die Mehrzahl der Betriebe sind. Im Rahmen der heutigen Budgetdebatte zum Kapitel Landwirtschaft fordert die SPNÖ einmal mehr die verstärkte Förderung von biologischer Landwirtschaft bzw. den 100-prozentigen Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen sowie die Abkehr von der bloßen Mengenförderung hin zur Qualitätsförderung. Zudem soll das Regionalbewusstsein der KonsumentInnen angesprochen werden. Gesunde Lebensmittel aus einer gesunden Produktion aus einer gesunden Region - das sollte verstärkt ein Kaufargument für niederösterreichische Produkte sein. Ebenso sollen bäuerliche Betriebe mit besonderen Erschwernissen, wie beispielsweise Bergbauern, zusätzliche Förderungen für die Pflege der Landschaft und die Hintanhaltung von Gefahren für die Bevölkerung, wie beispielsweise Lawinenabgängen, erhalten. Dazu brauchen wir Transparenz, Offenheit und eine radikale Umstellung der Agrarsubventionen und somit eine Neu- und Umverteilung des Landwirtschaftsbudgets", so Leichtfried.
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